BUSINESS AM BALL. Fussball und Wirtschaft haben viele Gemeinsamkeiten. Moderator Martin Spieler,

Chefredaktor der «Handelszeitung», nannte etwa den Gewinn, viel Geld, den harten Wettbewerb um die Talente, den schnellen Aufstieg und den tiefen Fall.Fussball erzielt den grössten Umsatz. Deshalb tritt an der Europameisterschaft im nächsten Jahr auch die UBS als Sponsor auf. «Wir konnten uns nicht vorstellen, an der Euro 08 nicht dabei zu sein», sagte Christof

Marti,

Global Head of Sponsorship & Events bei der UBS. Zudem mache die Emotionalität den Fussball zu einem attraktiven Feld.Auf Emotionen setzt auch der ehemalige Berufsfussballer und heutige Gesamtprojektleiter der Euro 08 für die Stadt Zürich, Daniel Rupf.

Denn für ihn ist es schwierig, qualifizierte Mitarbeiter zu finden, da das Geld fehlt.Thomas Klooz,

CEO der T.E.A.M. Television Event And Media Marketing AG, hat es leichter. Sein Unternehmen hat das Privileg, die Champions League zu vermarkten. Dank der europaweiten Tätigkeit und seines Netzwerkes gelingt es ihm, die besten Leute nach Luzern zu holen. «Wir werden bereit sein für die EM», so Klooz.Der Turnierdirektor Schweiz der Uefa Euro 08, Christian Mutschler,

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ist überzeugt, dass die Euphorie nach der Gruppenauslosung vom 2. Dezember einsetzen wird. Trotzdem müsse in der Schweiz noch einiges getan werden. Laut Mutschler nähert sich der Fussball der glühenden Phase. «Es braucht ein gesundes Wachstum, und der Fan muss im Mittelpunkt stehen», so der Turnierdirektor.Fussballklubs bezeichnet Ancillo Canepa,

der vollamtliche Präsident des FC Zürich, als KMU. Ein Klub müsse heute wie ein Unternehmen geführt werden. Auf keinen Fall dürfe sich der Verein auf eine einzige Person abstützen. So sieht er in den Führungsqualitäten noch Entwicklungspotenzial. Allerdings kann der Fussball auch Vorbild für die Wirtschaft sein. «Sie kann vom Fussball die Begeisterungsfähigkeit und das Engagement der Mitarbeiter lernen», meinte der FCZ-Präsident. Canepa ist überzeugt, dass der Fussball weiter an Bedeutung gewinnen wird: «Nichts ist so weltumspannend wie der Fussball.»