Die ETH Lausanne (EPFL) belegt zum dritten Mal in Folge den Spitzenplatz im Vergleich der besten Hochschulen der Welt unter 50 Jahre. Die Rangliste der «besten jungen Universitäten» wird vom britischen Magazin Times Higher Education (THE) veröffentlicht. Nach 2015 und 2016 bleibt die EPFL auch 2017 auf Platz 1 der Rangliste, die in diesem Jahr 200 statt wie im Vorjahr 150 Hochschulen umfasst. Sie sei zwar die einzige Schweizer Hochschule auf dieser Liste, aber sie zeige Spitzenleistung, sagte Phil Baty von THE gemäss einer Mitteilung des Magazins. Ausserdem habe die EPFL ihre Gesamtleistung im Vergleich zum Vorjahr verbessert.

Auf den vorderen Plätzen der Rangliste, die inzwischen zum sechsten Mal veröffentlicht wurde, sind asiatische Institutionen stark vertreten. Fünf der Top 10 Junguniversitäten finden sich in Hongkong, Singapur und Südkorea. Aus Europa sind auch Hochschulen aus den Niederlanden, Deutschland und Italien vertreten. Grossbritannien hat mit 27 Institutionen die meisten jungen Hochschulen auf der gesamten Rangliste, dicht gefolgt von Australien mit 23.

Bald zu alt

Noch kann sich die EPFL über die Lorbeeren freuen, bald wird die Lausanner Hochschule aber aus der Rangliste herausfallen, da ihr 50. Geburtstag naht, warnt das Magazin. Allerdings ist die Sache noch etwas komplizierter.

Die EPFL operiert unter diesem Namen zwar erst seit dem 1. Januar 1969, existierte aber bereits seit Mitte der 1940er Jahre als «Ecole polytechnique de l'Université de Lausanne», kurz EPUL. Tatsächlich liegen ihre Ursprünge aber noch weiter zurück: Die «Ecole Spéciale de Lausanne» wurde bereits 1853 gegründet und 1869 an die «Académie de Lausanne» als deren Technische Fakultät angeschlossen.

Im Jahr 1978 feierte die EPFL entsprechend ihr 125-jähriges Bestehen und weihte das erste Gebäude des neuen Campus in Ecublens-Dorigny ein. 2003 feierte die EPFL ihren 150. Geburtstag.

(sda/chb)