Der Rosé-Champagner gehört zur Geschichte der Champagne. Er wird bereits 1777 in den Büchern des Hauses Veuve Clicquot-Ponsardin erwähnt: Zu lesen ist dort nämlich von einem Versand von «60 Flaschen roten Schaumweins». Am Ende des 18. Jahrhunderts nannte man sie «rosa Champagner», später - im 19. Jahrhundert - «Œil-de-perdrix».

Heute sind die Farbnuancen sehr vielfältig. Sie variieren schier unendlich. Auf geschmacklicher Ebene gilt das ebenso, von ganz zarten Walderdbeeraromen bis zu sehr kräftigen nach reifen roten Beeren. Daher wird der Champagnerliebhaber seine Wahl treffen, die noch subjektiver ausfällt als bei anderen Weissweinen.

In der Champagne gewinnt man einen Rosé-Champagner mit zwei unterschiedlichen Ausbaumethoden. Die erste geht von der Rebsorte Pinot noir aus und nimmt nach Kelterung und Gärung der Beeren das Auspressen des Saftes vor, sobald die gewünschte Farbe erreicht ist. Das ist die natürlichste und zugleich die schwierigste Methode, denn die Farbe bleibt über die Jahre nicht konstant.

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Die andere Methode besteht darin, eine Weisswein-Cuvée mit 10 bis 20% Rotwein AOC Champagne zu verschneiden. Die Gewinnung eines Rosé durch Beimengen von Rot- zu Weisswein, was überall sonst streng verboten ist, ist damit einzigartig in Europa.