Am Flughafen Zürich gibt es eine First Class Lounge am Anfang des Terminals 1. Der Zugang liegt direkt bei der Sicherheitskontrolle. Die Lounge selbst bietet einen Essbereich für rund 20 Gäste, einen Sitzbereich für gut 50 Leute, zwei Ruheräume, eine kleine Bibliothek, drei Arbeitsräume mit Notebooks und Druckern sowie einen kleinen VIP-Bereich.

Morgens und mittags können sich Passagiere ihr Essen am Buffet zusammenstellen, abends gibt es zusätzlich A-la-Carte-Menüs. Diese werden monatlich variiert. Am Buffet besteht eine Auswahl zwischen zwei bis drei warmen Mahlzeiten, Salaten, Vorspeisen sowie Desserts. An der Bar bekommen Gäste neben ebenso laufend wechselnden Rot- und Weissweinen ebenfalls etliche «harte» Getränke, Champagner und Softdrinks.

Der Zugang auf das Internet funktioniert jetzt mit Vouchern über Sunrise-WLAN deutlich besser als das alte Swisscom-WLAN. Pluspunkte sind die - trotz etli-cher Personalwechsel - stets gute warme und kalte Küche.

Ausserhalb der Stosszeiten und wenn nicht gerade die Polizeies-korte von Carla del Ponte den VIP-Bereich belegt, ist die Lounge ausgesprochen ruhig. Das Personal ist freundlich und hilfreich. Die Passagiere werden durch die Security der Angestellten geschleust, wo kaum Wartezeiten bestehen.

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Im Vergleich zu Frankfurt fällt das Buffet leicht ab. Auch die Zeitschriftenauswahl ist suboptimal - die Hälfte sind Gratispostillen.

 

 


Flughafen Frankfurt: Die Qual der Wahl aus drei First Class LoungesFlughafen Wien: Entweder schwer zu finden oder streng zu verlassen

Der Flughafen Frankfurt ist besonders stolz auf seinen First-Terminal. Dabei sind die beiden anderen Lounges oft die besseren Alternativen.

Alle drei optisch beinahe gleich eingerichteten Lounges haben Essbereiche für 20 bis 40 Personen, Ruheräume und Arbeitsräume mit teilweise fest installierten Computern. Hier haben Gäste die Wahl zwischen A-la-Carte-Menüs und den grossen, üppigen Buffets. Kulinarisch bleiben keine Wünsche offen. Das Weinangebot umfasst jeweils fünf oder sechs Rot- und Weissweine. Zudem kann man sich an den Bars Cocktails mixen lassen und eine erfrischende Alternative zu Champagner ist Prosecco.

Das Internet funktioniert mit Gratis-Vouchern über das WLAN von T-Mobile. Pluspunkte sind das Essen und der Limousinendienst zum Flugzeug (ausser bei der A-Lounge). Der Geheimtip nach einer Langstrecken-Ankunft ist das Spa in der B-Lounge.

Gelegentlich merkt man aber, dass das Personal auch aus Studenten besteht - der Service selbst ist in einer First an Bord in der Regel besser. Ein Extranutzen der von der Lufthansa im First-Terminal stationierten Personal Assistants ist nicht erkennbar. Auch wenn es nach der Öffnung der neuen B-Lounge besser geworden ist - gelegentlich ist es vor allem im First-Terminal laut, wenn Manager mit ihren Handys hin und her stolzieren. Die Empfehlung für Zürich-Reisende ist deshalb die meist viel ruhigere und leerere A-Lounge.

Die HON Circle Lounge in Wien ist so gut versteckt, dass sie nur von Insidern auf Anhieb gefunden werden kann. Es empfiehlt sich deshalb, erst gar nicht in die Haupthalle zum Check-in zu gehen, sondern zur Lounge abzuzweigen. Den Boarding-Pass bekommt man auch dort.

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Im Vergleich zu den anderen Hubs ist die Lounge winzig: Knapp 20 Passagiere hätten Platz an den kleinen Bistrotischchen, vier weitere auf dem Sofa. Dann wäre es hier so eng wie in einem Charter nach Mallorca. Es sind aber selten mehr als zwei, drei Leute anwesend, weil der VIP-Bereich wie in Zürich räumlich getrennt ist.

Arbeitsbereiche oder separate Räume gibt es nicht, es steht aber ein gelegentlich funktionierender PC zur Verfügung. Das WLAN stellt der Flughafen Wien selbst, der mit vielen anderen Passagieren gemeinsam genutzte Zugang ist deshalb oft holprig. Das Buffet wurde in den letzten zwei Jahren qualitativ deutlich aufgewertet, es kann aber mit Frankfurt oder Zürich nicht mithalten. Zur Auswahl stehen zwei warme Mahlzeiten. Alle 10 bis 20 Minuten schaut rasch das Servicepersonal vorbei - wer es gerade verpasst hat, muss warten.

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Wer nicht mit der Limousine zu einem Aussenstandplatz gebracht wird, muss vor dem Abflug zweimal durch die Sicherheitskontrolle. Diese ist im Bereich der Lounge freundlich, aber spätestens bei der zweiten Security direkt an den Gates vermisst der abreisende Passagier den «Wiener Schmäh».