Solothurn gilt unter den Tagungsveranstaltern seit einigen Jahren als eigentlicher Geheimtipp. Die Barockstadt zwischen Jura und Aare bietet auf engstem Raum eine Vielfalt an historischen Bauten und gastronomischen Spezialitäten. Einzig die Übernachtungsmöglichkeiten blieben in der Ambassadorenstadt bis in die jüngste Vergangenheit bescheiden. Doch das hat sich gewandelt. Mit entwicklungspolitischem Weitblick haben die lokalen Behörden grünes Licht für eine «Seminarmeile» gegeben, die am Rande der Altstadt und direkt am Flussufer neue Akzente im Tagungsgeschäft setzt.

Eingeschlossen in diesen Dreiklang von Veranstaltungsräumen, Hotellerie und Gastronomie sind das Landhaus und das Palais Besenval, die längst unter Denkmalschutz stehen. Ergänzt wurden diese historischen Bauten auf der gegenüberliegenden Seite der Aare durch ein Viersternehotel, das seit gut einem Jahr von der Ramada-Kette (siehe Kasten) betrieben wird. «Diese Kombination von Historie und Modernität ist einzigartig für die Schweiz», sagt Marketingleiterin Anja Ullmann.

Kurze Anfahrtswege

Mit den hundert modern ausgestatteten Zimmern im Hotel Ramada wurde die Bettenkapazität für den Seminartourismus entscheidend erweitert. Gleichzeitig stehen im funktional gestalteten Gebäude mit einer durchgehenden Glasfassade drei klimatisierte Tagungsräume zur Verfügung. Dazu kommen weitere acht Säle im Landhaus und dem Palais Besenval, die sich auch für grössere Kongresse und Versammlungen mit bis zu 600 Personen eignen.

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Die Verkaufsbemühungen konzentrieren sich vor allem auf grosse nationale Firmen, die ein flexibles Raumangebot für Seminare und Kongresse suchen. Dabei hilft dem Standort Solothurn die zentrale Lage zwischen Zürich, Bern und Basel ebenso wie die Nähe zur Westschweiz. Der Verkehrsknotenpunkt liegt nur eine gute Stunde per Bahn vom Flughafen Kloten entfernt.

Kulinarisch offeriert die «Seminarmeile» in den beiden Restaurants im neuen Seminarhotel und dem traditionsreichen Palais Besenval ein breites Angebot an Spezialitäten. Im letzten Jahr ist im Barockbau, der früher als Kosthaus für die Kantonsschüler von Solothurn diente, ein Gourmetlokal entstanden, das auch über eine Terrasse direkt am Ufer der Aare verfügt. Im benachbarten Landhaus ist das Ramada Solothurn je nach den Bedürfnissen der Veranstalter für das Catering besorgt. Das 1722 erbaute ehemalige Weinlager und Feuerwehrlokal ist seit dem Umbau ganz besonders auf Grossanlässe ausgerichtet, die von Solothurn Tourismus und der Ramada-Gruppe gemeinsam vermarktet werden. Die Akquisitionsbemühungen zielen vorab auf einen schweizerischen Kundenkreis ab. Dabei geht es darum, die Destination fernab der grossen Zentren als interessante Alternative darzustellen.

Barocke Altstadt

Beim Rahmenprogramm steht naturgemäss eine Führung durch die Altstadt, verbunden mit Geschichten und Anekdoten zu Solothurn und seinen Persönlichkeiten, ganz oben in der Beliebtheitsskala. Daniel Siegenthaler, Direktor im Ramada Hotel, verweist zudem auf die spezielle Bedeutung der Zahl «Öufi», wie die Einheimischen in ihrer Mundart sagen: «Es gibt in der Stadt Solothurn beispielsweise elf Kirchen und elf Brunnen.» Da darf natürlich die städtische Öufi Brauerei mit Besichtigungsmöglichkeit und Bierdegustation für Seminargruppen nicht fehlen, und mit dem Öufi-Boot lassen sich individuelle Aare- und Seefahrten organisieren.

Die Tagungsgäste können sich per Schiff auch vom Hotel Ramada zum Barockgarten zwischen Landhaus und Palais Besenval transportieren lassen. Bei Kursen, die sich der Teambildung widmen, sind Freiluftprogramme im nahen Gelände des Weissenstein-Massivs gefragt. Für leichte Wanderungen entlang der Aare eignet sich das Naturschutzgebiet Witi mit dessen Störchen.

Wellness hoch über der Stadt

Das Viersternehaus Ramada verfügt im obersten Stockwerk nicht nur über eine grosszügige Fitness- und Wellnesszone mit Blick auf die Altstadt, dazu kommt auch eine Lounge, die für manche Seminargäste wegen des gastronomischen «State of the Art»-Charakters zur Attraktion wird. Rechtzeitig für die wärmere Jahreszeit wird am Flussufer auch eine Restaurant-Terrasse zur Verfü-gung stehen, die sich an den neu gestalteten Fussgängerweg anschmiegt.