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Die grosse Zukunftsfrage

Wie übergeben erfolgreiche Unternehmer ihre Firma an die nächste Generation? Eine Veranstaltung von «Bilanz» und Credit Suisse lieferte Rezepte.

Von (DS)
am 12.05.2009

«Unternehmen wollen nicht beraten werden, sondern begleitet», betonte Sabine Bellefeuille-Burri, die in vierter Generation mit ihrem Bruder das Familienunternehmen Burri public elements leitet, an der Veranstaltung zum Thema Nachfolge, die das Wirtschaftsmagazin «Bilanz» in Zusammenarbeit mit der Credit Suisse im «Lake Side» in Zürich veranstaltete. Banken, die ihren Kunden gerade beim hochsensiblen Thema der Nachfolgeplanung zu stark ihre Lösungen nahelegten, sorgten in der KMU-Szene eher für Unmut, befand die Firmenchefin in der Podiumsdiskussion: Weitere Teilnehmer waren der frühere Strabag-Eigentümer und GC-Präsident Walter Brunner, die Chefin der Mineralquelle Gontenbad, Gabriela Manser, der langjährige VR-Präsident der Merkur Druck AG, Hans Baumberger, und Karin Lenzlinger, die Chefin der Lenzlinger Söhne AG. Einig waren sich jedoch alle Teilnehmer, dass Coaching und Begleitung von elementarer Bedeutung seien.

Zuvor hatte Frank Halter, Geschäftsleitungsmitglied des Center for Family Business an der HSG, eine neue Studie zur Nachfolgeplanung vorgestellt. Überraschendstes Resultat: Nur noch 40% der Schweizer KMU lösen ihre Nachfolge intern, 60% setzen auf einen Kandidaten von aussen. Vor vier Jahren waren die Verhältnisse noch umgekehrt. «Diesen Trend können wir bestätigen», kommentierte Hans Baumgartner, Leiter des KMU-Geschäfts der CS, diesen Befund. Hans-Ulrich Meister, CEO Schweiz der CS, betonte eindrücklich, dass es in der Schweiz keine Kreditklemme gebe: «Es stimmt nicht, dass wir wegen der Krise weniger Kredite vergeben.»

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