Christoph Brand, Noch-CEO von Sunrise, heizte gleich zu Beginn mit seinem Referat über die Mythen des Infrastrukturwettbewerbs die Diskussionen ein. Brand kam zum Schluss, dass der Infrastrukturwettbewerb nicht per se zu nachhaltigem Wettbewerb führt. Marc Furrer, als Präsident von ComCom ein Verfechter des Infrastrukturwettbewerbs, präsentierte die regulatorischen Rahmenbedingungen und berichtete über die von ihm initiierten Roundtables zur Glasfasertechnologie. Einer Fusion von Orange und Sunrise stehe er wohlwollend gegenüber, liess Furrer verlauten.

Nicole Kircher, Redaktorin der «Handelszeitung», sprach mit Carsten Schloter, CEO von Swisscom, über die Auswirkungen der Wirtschaftskrise, den Zusammenschluss von Orange und Sunrise und über die künftige Preisentwicklung. Trotz stärkerer Konkurrenz hält Schloter eine Privatisierung von Swisscom in den kommenden fünf Jahren für unrealistisch. Nationalrat Ruedi Noser sprach sich für den Informations- und Kommunikationsstandort Schweiz aus und wünschte sich, dass die Devise in der Welt heissen sollte: «Wenn du eine gute Idee hast, solltest du in die Schweiz gehen wegen der besten Rahmenbedingungen.» Jürg Bucher, Leiter der PostFinance, präsentierte die neuen SMS-Dienste.

Thomas Sieber, der neue Chef von Orange und designierte CEO der Fusionsfirma, zeigte bei seinem ersten öffentlichen Auftritt die Strategie auf, mit welcher Orange den Kunden noch stärker ins Zentrum stellen wird: «Service, Service, Service», lautet seine Devise. Dominik Kaiser, Direktor von 3 Plus, André Michel, Geschäftsführer von Cash.ch, und Roger Elsener, Geschäftsführer von MTV Networks Schweiz, zeigten der Telekombranche auf, welche Bedürfnisse die Kunden haben. Eric Tveter, der neue Managing Director von Cablecom, betonte die Leistungsfähigkeit der eigenen Infrastruktur und war überzeugt, der Swisscom künftig wieder Paroli bieten zu können. Fritz Sutter führte souverän und mit persönlichen Anekdoten durch die Veranstaltung.

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