Numerus clausus ist etwas für die anderen. Was gewisse Lehranstalten als «Tag der offenen Tür» begehen, ist für die Klubschule Business ein Dauerzustand. «Bei uns sind jederzeit alle willkommen, die sich beruflich weiterbilden möchten», sagt Stefan Wüthrich, der den Geschäftsbereich Business der Klubschule Migros leitet.

Die Botschaft, mit der die Klubschule Business im Mai 2007 als Submarke der Klubschule Migros an den Start ging, ist offensichtlich angekommen. Das zeigt sich auch an der stetig wachsenden Zahl der Teilnehmer. Im 1. Halbjahr 2009 wurden laut Wüthrich an den landesweit 50 Standorten der Klubschule Migros nicht weniger als 46209 Anmeldungen für den noch jungen Geschäftsbereich Business registriert. Darunter finden sich beispielsweise zahlreiche Lehrabgänger, aber auch Absolventen von Fachhochschulen.

Breit gefächert, aber individuell

Am beliebtesten sind, so Wüthrich, praxisorientierte Lehrgänge in den Disziplinen Führung und Management, Bürofach und Handelsschule, aber auch Programme in der Informatik wie Office, Web sowie technische Anwendungen. Dazu offeriert die Klubschule Business auch Ausbildungen für Lehrpersonen sowie Kurse in diversen Fachgebieten wie Sprachen oder Wellness & Fitness.

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Wüthrich fügt hinzu: «Eine der verschiedenen Stärken der Klubschule Business ist das breit gefächerte Angebot, das auf die individuellen Kundenbedürfnisse optimal ausgerichtet ist.» Eine persönliche und spezifische Bildungsberatung werde denn auch grossgeschrieben. Vom ersten Gespräch bis zum Eintrittstest und der Em-pfehlung des optimalen Kurses sind alle Beratungen gratis.

Just-in-time-Wissen bieten

Im Gegensatz zu den meisten Fachhochschulen bietet die Klubschule Business relativ kurze und intensive Lehrgänge an, die als Vorbereitung für anerkannte Abschlüsse dienen. Das betrifft zum Beispiel technische Lehrgänge in der Informatik sowie in Führung und Organisation. Gewisse Angebote sind modular strukturiert und können von den Kunden nach persönlichen Vorlieben zusammengestellt werden. Dies komme sehr gut an, stellt Stefan Wüthrich fest.

Nicht ohne Grund, denn das berufliche Wissen wird in der heutigen Zeit immer kurzlebiger und muss praktisch auf Knopfdruck abgerufen werden können. Re-gelmässige Weiterbildungen, die ohne allzu viel Zeitaufwand nebenberuflich zu bewältigen sind, entsprechen einem grossen Marktbedürfnis. Wüthrich ergänzt: «Wir sind der richtige Anbieter, um solches Just-in-time-Wissen zu vermitteln.» Genau aus dieser Motivation heraus ist die Klubschule Business lanciert worden.

«Wir stellen fest, dass viele Arbeitnehmende für ihre berufliche Weiterbildung eine Alternative zu den Fachhochschulen suchen», so Wüthrich. Ein wesentliches Dif- ferenzierungsmerkmal der Klubschule Business ist, dass Interessenten grundsätzlich keine schulischen Voraussetzungen wie eine Matur mitbringen müssen, um in einem Programm aufgenommen zu werden. «Je nach Angebot werden hingegen Aufnahmetests durchgeführt sowie bestimmte fachliche Voraussetzungen und Abschlüsse als Aufnahmebedingung vorausgesetzt», präzisiert Wüthrich. Ein hoher Qualitäts- und Leistungsanspruch an sich selbst und die Teilnehmer gehöre seit jeher zum Credo der Klubschulen, fügt Wüthrich an. «Ein genereller Vergleich mit den Fachhochschulen ist aber nicht möglich.»

Wachsendes Firmeninteresse

Das Zwischenfazit des Leiters Geschäftsbereich Business nach zwei Jahren fällt positiv aus: «Der Bekanntheitsgrad unserer Angebote in der beruflichen Weiterbildung ist gestiegen.» Auch bei den Diplomabschlüssen werde die Palette laufend ausgebaut. «Unsere Kernkompetenz liegt aber auch künftig in den vom Markt nachgefragten, praxisbezogenen Ausbildungen, die eine optimale Umsetzung im Arbeitsalltag erlauben.»

Besonders freut Wüthrich, dass auch Firmen das Angebot der Klubschule Business immer intensiver nutzen. Der Grund sei, dass man das entsprechende Angebot zuletzt markant ausgebaut habe. Gefragt sind bei den Unternehmen beispielsweise innerbetriebliche Schulungen zu bestimmten Fachgebieten. Der Ausbau des Firmenkundensegments ist für Stefan Wüthrich ein übergeordnetes Ziel. Neben der Lancierung neuer Angebote soll dabei auch die Bildungsberatung ein tragender Pfeiler werden. «Wir möchten auch für unsere Firmenkunden das Angebot weiter individualisieren. Dies erfordert zusätzliche Ressourcen bei der Beratung und Evaluation.»

Schnell auf Trends reagieren

Um bezüglich der Inhalte am Ball zu bleiben, betreiben die Klubschulen ein regelmässiges Markt-Monitoring. So können die aktuellsten Trends und Entwicklungen sofort in gehaltvolle und nutzenbringende Kursprogramme umgemünzt werden. Ganz wichtig ist für Wüthrich dabei: «In unserer Programmgestaltung wird auch das Kunden-Feedback ganz wesentlich berücksichtigt.» Bildung für eine breite Bevölkerungsschicht will die Klubschule Business schliesslich offerieren. Da ist eine intakte Marktforschung - beim Angebot und bei der Nachfrage - unerlässlich.