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Quartalszahlen
Die «Krake» Blackrock verdient weniger als erwartet

Blackrock: Mit 4,65 Billionen Dollar der weltgrösste Vermögensverwalter. Keystone

Blackrock verwaltet mehr Vermögen als die UBS und die Credit Suisse zusammen. Bei der «Krake» genannten Firma läuft es aber nicht mehr so geschmiert: Der Gewinn liegt unter Erwartungen.

Veröffentlicht am 15.01.2016

Der weltgrösste Vermögensverwalter Blackrock hat in dem von Marktturbulenzen geprägten abgelaufenen Quartal weniger verdient als erwartet. Im Zuge des raueren Börsenumfelds steckten Kunden mit netto knapp 54 Milliarden Dollar deutlich weniger in langfristig ausgerichtete Blackrock-Investitionen.

Ein Jahr zuvor flossen unter dem Strich noch knapp 88 Milliarden Dollar an neuen Mitteln zu. Der Nettogewinn stieg in den drei Monaten bis Ende Dezember um etwa sechs Prozent auf 861 Millionen Dollar, wie der US-Konzern, dessen Vizepräsident der ehemalige SNB-Präsident Philipp Hildebrand ist, am Freitag mitteilte. An der Vermögenssumme, die Blackrock verwaltet, änderte sich mit 4,65 Billionen Dollar praktisch nichts.

Die «Krake»

Der 1988 gegründete Finanzriese, der in den USA mit einer Mischung aus Respekt und Misstrauen «Krake» genannt wird, ist wegen seiner schieren Grösse in praktisch alle Grossfirmen der Welt investiert, auch in der Schweiz. Rund 40 Milliarden hat Blackrock alleine in den 20 Schweizer Blue-Chip-Unternehmen investiert und ist damit bei allen Schwergewichten der hiesigen Wirtschaft präsent.

Die Niederlassung von Blackrock in der Schweiz befindet sich selbstbewusst zentral an der Bahnhofstrasse 39 unweit des UBS-Hauptsitzes. Mittlerweile 100 Angestellte belegen dort vier Stockwerke. Damit ist Zürich der viertgrösste Firmensitz von Blackrock in Europa, noch vor Frankfurt oder Paris.

(sda/ise/hon)

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