Die momentan schwierige wirtschaftliche Situation in praktisch allen Industrieländern weltweit hat - im Gegensatz zu früheren Krisen - ein historisches Ausmass angenommen. Nicht nur einige wenige Länder oder Regionen sind von der aktuellen Wirtschaftskrise erfasst worden. Die weitgehend vernetzten Strukturen unserer Wirtschafts- und Finanzwelt sowie die weltweiten Handelsverbindungen - Stichwort Globalisierung - haben dazu geführt, dass derzeit alle wichtigen Wirtschaftsregionen mit Schwierigkeiten zu kämpfen haben. Die Wirtschaft steht - auf den Punkt gebracht - vor einem weltumspannenden Problem.

Die Folge davon ist eine teils drastisch zurückgegangene Nachfrage nach Industriegütern, während der Gross- und Detailhandel sein Niveau bis anhin weitgehend halten konnte. Absatzmärkte und Versorgungsstrukturen brechen weg und zwingen die produzierende Industrie, ihr Fertigungsvolumen deutlich zurückzufahren. Als Folge davon verschärft sich der Kostendruck in den Unternehmen, speziell derjenige in den fixen Kostenstrukturen sowie in den Materialbeständen. Dieser Entwicklung wollen die einzelnen Unternehmen gegensteuern mit Kurzarbeit, reduzierten Arbeitspensen bis zur Schliessung ganzer Werke und der damit verbundenen Arbeitslosigkeit. Düstere Aussichten also, mit denen etliche Firmen kaum fertig werden.

Die Folge davon können wir täglich erleben: Gigantische Konjunkturprogramme werden in die Wege geleitet, der Staat greift zunehmend in die Industrie ein, Banken werden verstaatlicht und der Ruf nach finanzieller Unterstützung an die einzelnen Regierungen ist schon unüberhörbar.

Versäumte Massnahmen

Die schwierige Situation, in der sich nicht wenige Unternehmen befinden, ist allerdings nicht allein auf die Finanzkrise zurückzuführen. Etliche Firmen, die jetzt nach Hilfe rufen, haben es in den vergangenen Jahren versäumt, ihre interne Struktur, ihre Fertigungsanlagen und -verfahren sowie die Logistik kritisch unter die Lupe zu nehmen, um die Unternehmung auch für schwierigere Zeiten fit zu halten. Die Fixkosten schwollen an, Doppelspurigkeiten oder komplexe Strukturen führten zu Betriebskosten, welche eigentlich vermeidbar gewesen wären. Unternehmen, die ihre Fixkosten in jüngster Zeit zu variieren vermochten, sind besser dran als solche, die ihre Hausaufgaben eben nicht vollständig erledigten.

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In gewisser Weise ist es auch verständlich, dass in den Zeiten der Hochkonjunktur alle Kräfte auf die Expansion ausgerichtet waren und dadurch kaum Kräfte frei waren, die sich mit den internen Prozesstrukturen befassten, insbesondere denjenigen entlang der gesamten Supply Chain. Noch immer sind viele Unternehmen unschlüssig in der Ansicht, ob die Logistik zu den Kernkompetenzen gehört oder nicht. Diejenigen Firmen jedoch, welche sich auch in der Aufschwungphase intensiv um die Prozesse entlang der Supply Chain gekümmert und diese zusammen mit ausgewiesenen Spezialisten optimiert haben, haben deutlich bessere Chancen, die schwierigen wirtschaftlichen Zeiten durchzustehen. «Mit unserer ‹4 PL-implant-for-industries-Strategie› konnten wir viele Kunden dabei unterstützen, die meisten Fixkosten über vorgangsbezogene Abrechnungsstrukturen zu variieren. Mittels angepasster Verfahren und Strategien in den Beschaffungselementen konnten wir deutliche Erfolge in den Bestandeskomponenten des Working Capital für unsere Kunden erzielen», stellt Arnd Schmidt fest, Geschäftsführer der 4PL Systems GmbH in Langenfeld/D, einer Tochtergesellschaft der 4PL-Central-Station-Gruppe.

Kosteneinsparungen möglich

«Mit unserem Business-Modell ‹Consulting - Coaching - Operating› verfolgen wir das Ziel, für unsere Kunden aus optimierten Prozessen und Strukturen deutliche Vorteile in den Logistikkosten zu generieren. In vielen Fällen ist es uns gelungen, Potenziale zwischen 10 und 20% in den Logistikkosten zu generieren. Die Erfolgsquote hängt dabei sehr stark vom logistischen Organisationsgrad des Kunden ab», betont Arnd Schmidt.

Betrachtet man nämlich ein Unternehmen durch die «logistische Brille» und nicht, wie sonst üblich, durch die «Produktbrille», gewinnt man meistens einen völlig anderen Eindruck vom betrachteten Unternehmen. Konkret bedeutet dies ein Umdenken in gewachsenen Strukturen, um daraus die richtigen Schlüsse und Konsequenzen zu ziehen.