Für die Fondsmanager ist es schwierig, im tristen wirtschaftlichen Klima eine ansprechende Performance zu erzielen. Überall werden die Wachstumsprognosen zurückgenommen. Ein Ende der Talfahrt ist nicht in Sicht. Entsprechend müssen auch die Fonds teils erhebliche Rückschläge verkraften. Viele Anleger ziehen ihr Geld ab. Liquidität ist Trumpf. Das sieht man auch in den Statistiken von Swiss Fund Data. Im 3. Quartal 2008 hat sich das in der Schweiz platzierte Vermögen um 16 Mrd Fr. auf 510 Mrd Fr. vermindert. Am stärksten betroffen waren die Aktienfonds, etwas weniger die Obligationenfonds und praktisch unverändert präsentiert sich die Situation bei den Immobilienfonds. Einzig die Geldmarktfonds gehörten zu den Gewinnern.

Kein Zweifel: Die Anleger sind wegen der Turbulenzen an den internationalen Finanzmärkten nachhaltig verunsichert. Auch staatliche Rettungspakete und hektische Krisengipfel-Aktivitäten vermögen die Stimmung nicht aufzuhellen. Die Angst vor einem weiteren Kursrutsch an den Aktienmärkten sitzt tief.

Kommt hinzu, dass die UBS und die Credit Suisse jüngst ihre Absolute-Return-Fonds liquidiert haben. Dabei galten diese Vehikel als sicher, doch zuletzt fuhren die Anleger damit nur noch hohe Verluste ein. In der Finanzkrise haben die vermeintlich eingebauten Schutzmechanismen versagt. Die Absolute-Return-Fonds wurden ganz gezielt für risikoscheue Investoren kreiert. Beim Käufer erweckten sie den Eindruck, als sei damit so etwas wie eine Garantie verbunden. Solche Produkte gibt es aber nur in Verbindung mit einer Versicherung, und die ist teuer.

Die Fondsbranche ist gut beraten, wenn sie sich im aktuellen Umfeld auf ihre Stärken besinnt. Anlagefonds werden mit einem langfristigen Zeithorizont erworben. Da können ein paar schlechte Börsenjahre die Rendite im Sparprozess von zwei bis drei Jahrzehnten nicht beeinträchtigen. Ganz anders ist das bei den auf kurze Laufzeiten ausgerichteten strukturierten Produkten. Diese spekulativen Finanzinstrumente sind ganz gehörig unter die Räder gekommen. Zudem hat der Fall von Lehman Brothers aufgezeigt, dass der Anleger das Emittentenrisiko ganz allein trägt. Ganz anders bei den Fonds. Auch bei einer Pleite ist das Fondsvermögen sicher.

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Vor Rückschlägen an den internationalen Kapitalmärkten sind die Fonds nicht gefeit. Wer aber im jetzt markant abgekühlten Klima an den Weltbörsen nicht verkaufen muss, der kann sich gute Chancen ausrechnen, dass die Performance im nächsten Jahrzehnt wieder stimmt.