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Jahreszahlen
Die LLB weist einen höherem Gewinn aus

LLB: Aktuelles Umfeld belastet. Keystone

Die Liechtensteinische Landesbank machte 2014 mehr Gewinn aber rechnet mit einer Ergebnisbelastung in diesem Jahr durch die Schweizerische Nationalbank.

Veröffentlicht am 10.03.2015

Die Liechtensteinische Landesbank (LLB) hat im Geschäftsjahr 2014 zwar den Konzerngewinn gesteigert. Bei den übrigen Kennzahlen sowie dem Ausblick macht sich aber das aktuelle Zinsumfeld belastend bemerkbar. So bestätigt die Bank ihren bereits Anfang Februar gegebenen Ausblick, dass die Einführung von Negativzinsen sowie die Aufhebung des Mindestkurses durch die Schweizerische Nationalbank (SNB) den Gewinn schmälern werden.

Für 2014 weist die Bank einen Jahresgewinn in Höhe von 72,6 Millionen Franken aus. Das ist ein Plus von 35 Prozent zum Vorjahr, wie das Institut in der Mitteilung vom Dienstag schreibt. Die Bank hatte dies bereits Anfang Februar vorab veröffentlicht. Die Aktionäre sollen daran mit einer unveränderten Dividende in Höhe von 1,50 Franken je Anteilsschein beteiligt werden.

Zinssicherungskosten belasten deutlich

Beim Geschäftsertrag wirkten sich Zinsabsicherungskosten belastend aus. Er sank um knapp 30 Prozent auf 342 Millionen Franken. Bereinigt um die 2013 erfolgte Veräusserung der Jura-Trust-Gruppe, die Schliessung der LLB Schweiz und Sonderfaktoren 2013 lag der Geschäftsertrag 2014 um 10 Prozent unter dem Vorjahreswert.

Das Minus sei fast ausschliesslich auf den wegen der gesunkenen Marktzinsen stichtags-bezogenen Bewertungsverlust aus Zinsabsicherungsinstrumenten zurückzuführen, heisst es in der Meldung. Dieser belief sich im vergangenen Jahr auf 55,9 Millionen Franken, im Jahr 2013 habe die Bank dagegen noch einen Buchgewinn erzielt. Mit den Zinsabsicherungskosten erklärt die LLB auch ihre höhere Cost-Income-Ratio: Sie wird mit 78,2 Prozent ausgewiesen (Vorjahr: 67,7 Prozent).

Im Zinsgeschäft ging der Erfolg vor Wertberichtigung für Kreditrisiken ging um 6,2 Prozent auf 136,6 Millionen Franken zurück. Auf vergleichbarer Vorjahresbasis stieg der Zinserfolg trotz gesunkener Zinsen um 0,5 Prozent. Der Erfolg aus dem Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäft nahm 2014 um 9,4 Prozent 190,6 Millionen ab, auf vergleichbarer Basis blieb er unverändert. Vor allem im Handelsgeschäft schlugen die Zinsabsicherungskosten voll auf den Erfolg durch: Nach dem Plus in Höhe von 58,6 Millionen im Jahr 2013 steht für 2014 ein Minus in Höhe von 23,4 Millionen in der Bilanz.

Gewinnrückgang für 2015 erwartet

Gleichzeitig gelang es der Bank, wie ebenfalls bereits Anfang Februar mitgeteilt, den Geschäftsaufwand auf vergleichbarer Basis um 3,2 Prozent auf 271 Millionen Franken reduzieren. Die betreuten Kundenvermögen erhöhten sich 2014 um 2,3 Prozent auf 50,2 Milliarden und Kundenausleihungen um 4,7 Prozent auf 10,7 Milliarden. Bei den Nettoneugeldern stand zum Jahresende ein Abfluss von 350 Millionen in den Büchern. Gegenüber den Abflüssen in Höhe von mehr als 2 Milliarden im Vorjahr ist das eine deutliche Eindämmung. Allerdings waren die Abflüsse 2013 vor allem der Schliessung der LLB Schweiz geschuldet.

Weniger optimistisch fällt der Blick nach vorne aus. Die jüngsten Entscheidungen der SNB dürften den Gewinn 2015 belasten. Daher werde die Bank auch nicht alle quantitativen Ziele erreichen können, die sie sich für 2013 bis 2015 gesteckt hatte. So sagte Roland Matt, Group CEO der LLB-Gruppe: «Für das laufende Geschäftsjahr streben wir eine weitere Stärkung der operativen Leistung an.»

(awp/chb)

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