Die intelligente Fördertechnik hilft auch in schwierigen Zeiten. Wohl wird aufgrund der schwächeren Konjunktur weniger umgesetzt und verkauft, dafür wird eine effiziente Supply Chain noch wichtiger. Innovative Schlüsselprodukte für Fördertechnik, Logistik und Automation sind auch in wirtschaftlich schwierigeren Zeiten gesucht. Ein Beispiel dafür ist der Halbjahresbericht der in der Fördertechnik tätigen Interroll-Gruppe, die auf ein erfreuliches 1. Semester 2010 zurückblicken kann (siehe auch Interview auf dieser Seite). Sowohl der Umsatz als auch die Profitabilität verzeichneten im Semestervergleich erfreuliche Zunahmen. Solide finanziert, setzte das Unternehmen die strategischen Projekte planmässig fort.

Obwohl die Investitionsbereitschaft für Materialflussprojekte generell weiterhin verhalten war, nahm der Umsatz im Vergleich zum 1. Semester 2009 erfreulich zu. In lokaler Währung verbesserte er sich um 20,3 %, in konsolidierter Währung um 17,4 %, nämlich von 116,5 auf 136,8 Mio Fr. Der Auftragseingang erhöhte sich im Semestervergleich in konsolidierter Währung um 18,9 %. Die Kosten und Margen entwickelten sich leicht besser als erwartet.

In der Berichtsperiode zogen die Preise von Rohmaterialien wie Stahl und Technopolymere wieder markant an. Dank Produktivitätssteigerungen und weltweit etabliertem Einkaufs-Pool vermochte Interroll diese Preiserhöhungen weitgehend zu neutralisieren. Der operative Gewinn vor Abschreibungen und Amortisationen (Ebitda) übertraf das 1. Semester 2009 um 79% und erreichte per Ende Juni 2010 15,2 Mio Fr. Das Betriebsergebnis (Ebit) vor Zinsen und Steuern nahm deutlich um 6,7 Mio auf 7,5 Mio Fr. zu. Der Reingewinn verbesserte sich im Semestervergleich gar von 0,1 auf 5,3 Mio Fr.

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Unverändert hohe Investitionen

Aufgrund der soliden Finanzierung und der langfristig orientierten Wachstumsstrategie setzte Interroll die Umsetzung strategisch wichtiger Projekte trotz schwierigem Wirtschaftsumfeld planmässig fort. Dazu gehören etwa die Einführung von SAP und der Ausbau und Neubau von Kompetenzzentren. Auch bei der Entwicklung neuer Produkte für künftiges Wachstum wurden keine Abstriche vorgenommen.

Umsatzmässig legten Europa, Amerika und Asien im 1. Halbjahr 2010 im zweistelligen Prozentbereich zu. Amerika entwickelte sich am stärksten. Von einem führenden nordamerikanischen Postunternehmen erhielt Interroll den bisher grössten Sorterauftrag in dieser Region. Zur Optimierung der Produktion in Asien wird Interroll die Fertigung aus Thailand und China dieses Jahr an einem neuen Standort von über 10 000 m² in China bündeln. Thailand wird sich danach als Verkaufsstützpunkt mit lokaler Montage für schnellen Kundenservice ganz auf den südostasiatischen Raum konzentrieren.Interroll geht auch für das 2. Halbjahr 2010 von einem anspruchsvollen Wirtschaftsumfeld aus.

Die gesunde Finanzbasis, der bekannte Markenname für marktführende Produktlösungen und eine bewährte Partnerschaft mit langjährigen Kunden ergeben jedoch eine gute Ausgangsposition für die Zukunft. Interrolls langfristig orientierte Wachstumsstrategie setzt auf anspruchsvolle Schlüsselprodukte für den energie- und ressourcenfreundlichen Einsatz in der betriebsinternen Logistik. Damit unterstützt Interroll ihre Kunden weltweit auch im zunehmend wichtigen Bereich der Umweltfreundlichkeit und der «grünen Logistik».