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Detailhandel
Die Migros baut 290 Stellen ab

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Migros: Beim Detailhandelskonzern fallen Stellen weg.Quelle: Keystone

Der orange Riese zückt den Rotstift: In den nächsten drei Jahren fallen bei der Migros 290 Stellen weg, es kommt zu 70 Kündigungen.

Veröffentlicht am 29.06.2018

Die Migros streicht Arbeitsplätze: In den nächsten drei Jahren werden beim Detailhandelskonzern 290 Vollzeitstellen wegfallen – die «Handelszeitung» hat bereits über den bevorstehenden Abbau berichtet. Die Migros will ein Grossteil des Abbaus mit natürlichen Abgängen, frühzeitigen Pensionierungen und Pensenreduktionen durchführen. Es kommt aber auch zu 70 Kündigungen, dabei besteht ein Sozialplan.

«Ich bin mir bewusst, das ist für die betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein Schock. Für sie beginnt eine belastende Zeit. Es ist mir deshalb wichtig, dass die Betroffenen durch uns gut und professionell betreut werden», wird Migros-Chef Fabrice Zumbrunnen in der Mitteilung zitiert. Wie die Migros betont, wird der Konzern in den nächsten Jahren aber auch zusätzliche Stellen schaffen.

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Zumbrunnen will Kosten sparen

Laut der « Handelszeitung» will Zumbrunnen in der zentralen Verwaltung rund 120 Millionen Franken einsparen. Beim MGB, der Genossenschaftszentrale, die heute 2700 Mitarbeitende beschäftigt, könnte jede neunte Stelle wegfallen.

Betroffen von den Massnahmen ist offenbar vorab die Direktionen Marketing und IT-Services. Gerade im letzteren Bereich ist die Zahl der Mitarbeitenden innert kurzer Zeit auf 650 gestiegen. Nun sollen Doppelspurigkeiten eliminiert, Überkapazitäten abgebaut und die Effizienz gesteigert werden. Diesen Frühling hat Zumbrunnen bereits das Marketing-Budget um 30 Millionen auf rund 250 Millionen gekappt, zudem hat er IT-Projekte in zweistelliger Millionenhöhe gestoppt.

Starker Gewinnrückgang

Der Sparkurs ist Zumbrunnens Antwort auf die schlechten Zahlen: Das Jahresergebnis für 2017, das der frisch gekürte Chef diesen Februar präsentieren musste, war wenig berauschend. Der Gewinn brach zum Vorjahr um fast 40 Prozent ein.

Die Migros selber sieht den Abbau allerdings nicht als Kostensenkungskungsprogramm. Durch die Massnahmen wolle der Genossenschaftsbund nach drei Jahren mit rückläufigen Gewinnen nicht Kosten sparen, sondern mehr Mittel für Investitionen in Zukunftsfelder freisetzen.

Lesen Sie hier mehr zur Migros im Umbau in unserem Themendossier.

(mbü)