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Zahlen
Die NZZ-Gruppe trotz Umsatzminus im Plus

NZZ: Plus beim Betriebsergebnis. Keystone

Statt mit Werbung und Druck nimmt die NZZ-Mediengruppe immer mehr mit neuen Geschäftsfeldern ein. Noch geht die Rechnung nicht auf, die Einnahmen sind zuletzt gesunken. Aufwärts geht es beim Gewinn.

Veröffentlicht am 17.08.2016

Die NZZ-Mediengruppe hat im ersten Halbjahr 2016 rund 3 Prozent weniger Umsatz gemacht. Die Einnahmen sanken auf 218,6 Millionen Franken. Der Rückgang konnte jedoch durch Einsparungen mehr als kompensiert werden. Das Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg von 8,5 auf 14,5 Millionen Franken.

Das Gruppenergebnis verbesserte sich im ersten Semester um 7,7 Millionen auf 12 Millionen Franken. Der Umsatz der Gruppe verschiebt sich kontinuierlich weg von Werbung und Druck, hin zum Lesermarkt und Erträgen aus neuen Geschäftsfeldern, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte.

Weniger Geld aus Werbung

So konnten die Lesermarkterträge stabilisiert werden. Mehreinnahmen aus digitalen Abonnements konnten die rückläufigen Print-Abonnements leicht kompensieren. Für eine Steigerung der übrigen Erträge sorgten die Business Medien, wozu neben Fachmedien auch das Konferenzgeschäft sowie Informationsdienste wie Moneyhouse gehören.

Die Einnahmen im Print-Werbemarkt gingen um 10 Prozent zurück. Rückläufig war auch der Druckbereich durch die Schliessung der Appenzeller Druckerei und des firmeneigenen Druckzentrums in Schlieren.

An Strategie festhalten

Der betriebliche Gesamtaufwand sank trotz neuer Beteiligungen um 6 Prozent auf 204,2 Millionen Franken. Zurückzuführen ist dies laut Mitteilung vor allem auf die Schliessung des Druckzentrums in Schlieren.

Auch im zweiten Halbjahr will die NZZ-Mediengruppe ihre Strategie fortsetzen: Einerseits arbeitet sie mit straffem Kostenmanagement, andererseits sollen mit neuen Angeboten mehr Leser gewonnen sowie der Geschäftsbereich Business Medien ausgebaut werden.

Jobs fallen Zentralisierung zum Opfer

Um dem Umsatzrückgang im Werbemarkt zu begegnen, nutzt das Unternehmen weitere Synergien in der Gruppe, etwa die Zentralisierung der Druckvorstufe. In Luzern und St. Gallen fallen dadurch insgesamt 15 Stellen weg. Ein grosser Teil der Betroffenen werde über Frühpensionierungen ausscheiden, wie das Unternehmen bereits im Juni mitteilte.

(sda/jfr/mbü)

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