Die Konjunkturentwicklung ist von vielen Faktoren abhängig und deshalb schwer zu prognostizieren nicht zuletzt, weil sich erst im Nachhinein mit Sicherheit feststellen lässt, ob eine Rezession als Double Dip einzustufen ist. Aus diesem Grund bietet sich eine historische Betrachtung an, auch wenn die Vergangenheit nur als Hinweis und nicht als Prognoseinstrument dienen kann.

Globalisierung als Anker

Betrachtet man die historischen Daten der OECD zum Bruttoinlandprodukt der Vereinigten Staaten, so gab es in der US-Wirtschaftsgeschichte seit 1950, gemäss der allgemeinen Definition einer Rezession als negatives Wirtschaftswachstum zweier (oder mehrerer) aufeinander folgender Quartale, acht solche Phasen. Hiervon lässt sich die Rezession 1980 bis 1981 als Double Dip klassifizieren.

Für die Schweiz lagen gemäss den Daten der OECD seit 1980 in 30 von 121 Quartalen negative Wachstumsraten vor. Die Rezession von 1990 bis 1992 kann in dieser Beziehung als Double Dip angesehen werden. Das abermalige Abgleiten der Weltwirtschaft in eine globale Rezession ist verglichen mit Konjunkturrückgängen einzelner Volkswirtschaften relativ gering, jedoch in der Regel abhängig von den internationalen Handelsbeziehungen und der globalen Bedeutung der rezessiven Volkswirtschaft.

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Aufgrund der positiven Daten aus China und den Entwicklungsländern kommt es durch den Globalisierungseffekt zu einer Glättung der weltweiten Wirtschaftsleistung, welche einen Double Dip auf globaler Basis verhindern wird. Die aktuellen Prognosen für Europa, die USA und China deuten zudem nicht auf einen wirtschaftlichen Konjunktureinbruch hin. So liegen die Erwartungen der Europäischen Kommission und der Europäischen Zentralbank für 2010 bei einem Bruttoinlandprodukt von 1,45% im Vergleich zum Vorjahr. Für 2011 und 2012 werden Wachstumsraten von 1,35 respektive 1,7% erwartet.

Die Federal Reserve (Fed) rechnet 2010 mit einem Bruttoinlandprodukt von 2,70%. Für die Jahre 2011 und 2012 werden Raten von 2,5 und 3,1% prognostiziert. Für den Weltwirtschaftsmotor China werden 2010 und 2011 Wachstumsraten von 10 respektive 8,9% erwartet. Die Schätzungen des IMF gehen für 2010 und 2011 von weltweiten Wachstumsraten über 4% aus. Der Effekt der Globalisierung bewirkt somit eine Glättung der weltweiten wirtschaftlichen Situation und verhindert eine erneute globale Rezession.

Abnehmende Volumen

Obwohl strukturierte Produkte die Möglichkeit bieten, in jeder Marktphase und zu jeder Einschätzung der zukünftigen Marktentwicklung passende Produkte zu kreieren und selbst in fallenden oder Seitwärtsmärkten positive Renditen zu erzielen, sind Anleger in Phasen negativen Wirtschaftswachstums tendenziell zurückhaltend. Ein gewisses Mass an Unsicherheit hält Investoren davon ab, ihre aktuelle Portefeuillestruktur anzupassen. Gemäss der Schweizerischen Nationalbank (SNB) ist das Gesamtvolumen der strukturierten Produkte zwischen März 2005 und September 2007 von 146,6 Mrd Fr. auf 361,2 Mrd Fr. gestiegen (43,4% pro Jahr). Ab September 2007 fiel das Volumen - insbesondere im August und September 2008 - um insgesamt 152 Mrd Fr. auf 210,9 Mrd Fr. per Juli 2010. Der Rückgang des Gesamtvolumens der strukturierten Produkte steht im Zusammenhang mit der Abwertung der verschiedenen Anlageklassen. Der Anteil am Gesamtvermögen lag zu Beginn der Beobachtung im März 2005 bei 3,9%, stieg bis September 2007 auf 6,8% und beläuft sich per Juli 2010 auf 4,9%.

Sind Investoren grundsätzlich positiv gestimmt, möchten aber einen möglichen Kursrückgang nicht ausschliessen, bieten Best-In-Strukturen die Möglichkeit, von tieferen Fixierungsleveln und einer anschliessenden Markterholung zu profitieren. Die Best-In Option lässt sich beispielsweise bei renditeoptimierten Multi Reverse Convertibles oder kapitalgeschützten Index Linked Notes umsetzen.

Twin-Win und Kapitalschutz

Twin-Win-Zertifikate bieten die Chance, sowohl nach oben als auch in gewissem Mass nach unten an der Marktentwicklung zu partizipieren. Möchten Anleger kapitalgeschützt investieren, so bieten Butterfly Notes ebenso die Möglichkeit, bis zu einem gewissen Level an steigenden und fallenden Kursen teilzuhaben.