Der mobile App-Markt boomt. Immer mehr Unternehmen haben Ideen, wie sie ihre Kunden, Partner und Mitarbeiter mit Mobile Apps besser mit einbeziehen können. Doch die eigentliche Herausforderung für die Unternehmen liegt darin, eine längerfristige Mobile-Strategie zu erstellen.

Die Erfahrungen im Schweizer Markt zeigen, dass viele Unternehmen mit denselben Problemen kämpfen. Um diese in den Griff zu bekommen, sind eine umfassende Strategie und ein professionelles Releasemanagement der Applikationen notwendig. Denn die Kosten steigen unentwegt. So prognostizieren die Marktforscher von Forrester, dass das Erstellen neuer Initial-Apps im Jahr 2015 ein Marktvolumen von gegen 6 Milliarden Dollar erreichen wird. Die dazugehörige Umstellung der Business-Prozesse und Backend-Systeme für die Mobile-Welt wird sogar bei gegen 8 Milliarden Dollar liegen.

Der Erfolg ist planbar

Die meisten Unternehmen wollen mit mobilen Apps ihre Dienstleitungen über zusätzliche Kanäle anbieten. Jedoch ohne grosse Priorität, da im Budget Mittel für höhergestellte Strategiepunkte - wie Optimierung der bestehenden Vermarktungsstrategie oder Social Network - berücksichtigt werden. Sieht man sich aber das Wachstum des Smartphone-Verkaufs und die damit verbundene Erreichbarkeit von Benutzern für Dienstleistungen bzw. das Potenzial, Mobile Apps zu verkaufen, an, ergibt sich daraus eine erweiterte Markterschliessung. Firmen, die ihren Fokus darauf richten wollen, sollten Apps die entsprechende Priorität geben.

Anzeige

Es wird viel diskutiert, welche Plattform das Rennen macht. Ob nun Windows Phone 7, Android oder iPhone: Eines ist sicher, immer weniger Firmen können es sich leisten, für jede Plattform eine native App zu entwickeln, und suchen Lösungen im Bereich der Hybrid Apps.

Das Erstellen eigener Apps ist ein möglicher Weg, der grosse Freiheiten lässt. Nutzt man jedoch bestehende Apps, kann durch Schalten von Werbung oder Sponsership-Optionen eine effiziente Verbreitung im Mobile-Markt erreicht werden. Einzelhändler bieten ihre Apps meistens kostenlos an. Unternehmen, die Unterhaltung anbieten, gehen wahrscheinlich auch eher den Gratisweg, um Kunden zu gewinnen. Publishers oder Software-Entwickler bieten nur einen kleinen Anteil an Free Apps an. Bezahlte Apps beinhalten meist weitere Funktionen und Inhalte.

Viele vermuten, dass Social Networks und Musik via Apps sehr populär sind. Doch für viele Unternehmen ist der Games- und Entertainment-Bereich die Hauptrichtung und wo die App längerfristig angelegt wird. Der Erfolg der App ist stark vom Feedback im App-Store, von den Erweiterungen, vom Feedback der Benutzer sowie vom Beheben möglicher Bugs abhängig. Das sollte mit einem Application Lifecycle Management abgedeckt werden, falls die App im eigenen Unternehmen erstellt worden ist, denn das Beobachten dieser Benutzer-Feedbacks ist zentral.

Entwicklung steht erst am Anfang

Die App-Innovation wird die Technologiebranche weiter ankurbeln und weitreichende Preiskalkulationen und Auswirkungen für Software- und Serviceanbieter mit sich bringen. Die Innovation wird im Einzug der Cloud-basierten Services wie auch in der Vereinigung mit App- und Internet-fähigen Geräten in Autos, Haustechnik und Entertainment-Systemen bestehen.

Die Entwicklung dieser Mobile Internet Apps aus der Kombination Nativer App und Cloud Supported App wird einen neuen Level innovativer Apps darstellen.