Wenn sich die Branchenvertreter vom 4. bis zum 6. Februar 2009 zur grössten Schweizer Finanzmesse, der Fonds09, in Zürich versammeln, wird sich die Stimmung vor allem am laufenden Jahr orientieren. Es besteht die berechtigte Hoffnung, dass sich die Finanzmärkte nach dem tiefen Taucher 2008 wieder etwas erholen.

In der neuen Fondslandschaft werden sich einfache, transparente und verständliche Produkte durchsetzen. Die Investoren dürften nach dem Konkurs der amerikanischen Investmentbank Lehman Bros. vermehrt auch das Emittentenrisiko beachten. Das gilt vorab für Finanzvehikel, die unter dem Schlagwort des Kapitalschutzes segeln. Auch hier gilt: Solche Garantien sind jeweils nur so gut, wie die Bonität des Emittenten.



Was aus aggressiv gemanagten Absolute-Return-Fonds in der Finanzkrise geworden ist, mussten viele gutgläubige Anleger schmerzlich erfahren. Wo die Diversifikation bei solchen Produkten nicht genügend breit war, haben einseitige Engagements in risikoreiche Papiere direkt ins Verderben geführt.

Die Rückbesinnung auf klassische Fonds, basierend auf Aktien und Obligationen, ist im vollen Gang. Da gilt es auch die harten Fakten von 2008 in eine langfristige Perspektive zu stellen. Eine Langzeitstudie von Pictet zeigt, dass alle für 15 Jahre investierten Schweizer Aktien eine sowohl nominal als auch real positive durchschnittliche Jahresrendite erzielten. Im Vergleich zu den Obligationen stechen die Risikopapiere auch mit einer dreimal besseren realen Performance heraus. Nur eben: Wie bereits im Namen ausgedrückt, handelt es sich um eine risikoreichere Anlagekategorie als die Obligationen. Wichtig ist auch der Einstiegszeitpunkt. Nach der jüngsten Talfahrt bei den Aktienkursen ist er nicht mehr weit entfernt.

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