Der Solarindustriezulieferer Meyer Burger hat im Geschäftsjahr 2011 einen Umsatz von 1,3 Milliarden Franken erreicht - eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr von mehr als 50 Prozent. Der Umsatz basiert auf konsolidierter Basis inklusive die mehrheitlich übernommene deutsche Roth & Rau. Das teilt Meyer Burger am Dienstag mit. Für Roth & Rau wurde am Vorabend ein Restrukturierungsprogramm angekündigt.

Auf den absoluten Wert des Ebitda habe das anteilig zu berücksichtigende Ergebnis von Roth & Rau nur einen geringen Einfluss. Aus heutiger Sicht sei für 2011 mit einem Ebitda auf konsolidierter Basis in der Grössenordnung von 275 Millionen Franken zu rechnen. Damit sei nebst dem Umsatzziel auf die Guidance für die Ebitda-Marge erreicht worden. Meyer Burger hatte im vergangenen September für das Gesamtjahr einen Umsatz von 1,2 Mrd CHF in Aussicht gestellt und dabei die Prognose für die Ebidta-Marge auf 23 bis 25 Prozent erhöht. Davor hatte diese bei «rund 20 Prozent» gelegen.

Stellenabbau

Auf Stufe Ebit dürfte sich gemäss Mitteilung ein negativer Konsolidierungseffekt durch die Roth & Rau-Übernahme von 110 Millionen Franken ergeben. Dieser negative Einfluss beruhe hauptsächlich auf den vorgenommenen ordentlichen Abschreibungen auf den im Rahmen der Kaufpreisallokation identifizierten immateriellen Vermögenswerte sowie auf einem einmaligen Impairment auf der Goodwill-Position vom Roth & Rau von rund 74 Millionen Franken. Auf Stufe Konzernergebnis sei mit einem «deutlich tieferen» Gewinn als im Vorjahr zu rechnen. Das vollständige Ergebnis will Meyer Burger am 22. März 2012 publizieren.

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Roth & Rau hatte am Vorabend einen Umsatzrückgang gegenüber dem Vorjahr von rund 27 Prozent auf 208 Millionen Euro bekanntgegeben. Weiter kündigte das Unternehmen ein «weitreichendes Restrukturierungsprogramm» an, unter welchem die Belegschaft auf unter 1150 Mitarbeiter von 1350 reduziert werden soll. Von derzeit 26 Tochtergesellschaften sollen nur noch 12 Gesellschaften im Konzern bleiben. Der Ebit lag mit minus 107 Millionen Euro stark unter dem Vorjahreswert von minus 27,3 Millionen Euro, belastet durch Sonderfaktoren von 93 Millionen Euro. Das Konzernergebnis ging auf Minus 123 Millionen Euro zurück.

(muv/chb/awp)