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Luftverkehr
Die Swiss will Entschädigung für einen Diamantenraub

Ein Flugzeug von Helvetic: Eine Maschine der Airline war in Brüssel überfallen worden.

Bewaffnete überfielen vor fünf Jahren ein Flugzeug von Helvetic. Die Täter hatten es auf wertvolle Fracht abgesehen.

Veröffentlicht am 02.02.2018

Der Anwalt der Fluggesellschaft Swiss hat am Donnerstag wegen des Diamantenraubs am Flughafen Brüssel vor fünf Jahren Entschädigungen in mehrstelliger Millionenhöhe gefordert. Der Schaden belaufe sich auf geschätzte 52 Millionen Dollar. Die amerikanische Fondsgesellschaft Brink's stellte ihrerseits einen Schaden von 30 Millionen Euro in Rechnung. Die Zivilparteien gingen davon aus, dass die Beweise ausreichen sollten, um die Angeschuldigten zu verurteilen. Drahtzieher soll der Franzose Marc Bertoldi sein.

Bertoldi hatte gestanden, die Beute aus dem Diamantenraub weiterverkauft zu haben. Er soll auch beim Raub mit dabei gewesen sein. Am Prozess war Bertoldi nicht anwesend, da er wegen eines anderen Deliktes im Gefängnis in Metz hinter Gittern ist. Für die Anwälte der Zivilparteien sind die bei einzelnen Angeschuldigten gefundenen kugelsicheren Westen und Masken ein klares Zeichen für die Beteiligung an der Tat. Ferner hatten einzelne Beschuldigte in erstaunlichem Ausmass Schulden zurückzahlen können.

Wertvolle Fracht

Acht bewaffnete und maskierte Personen hatten am 18. Februar 2013 ein Flugzeug der Fluggesellschaft Helvetic Airways, die von der Swiss betrieben wird, auf dem Flughafen Brüssel-Zaventem überfallen. An Bord der Maschine befand sich eine Kollektion Diamanten, die Brink's gehörte. Die Räuber stahlen insgesamt 121 Päckchen mit Diamanten, Goldbarren und Edelsteinen im Wert von 37,9 Millionen Franken.

(sda/mbü)

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