Die SBB-Bahnhöfe gewinnen als Empfangsportal für die Schweiz, die Städte und den öffentlichen Verkehr an Bedeutung. Das zeigte sich besonders während der Euro 2008. Damals belagerten 2 Mio Fussballfans friedlich die Bahnhöfe in den vier «Host Cities» - 80% aller Spielbesucher waren mit dem öffentlichen Verkehr angereist.

Auch im Alltag wird die wachsende Bedeutung immer offensichtlicher: Heute sind täglich 900000 Reisende mit den SBB unterwegs. Aktuelle Prognosen gehen davon aus, dass die Nachfrage bis ins Jahr 2030 um rund 50% zunehmen wird. In den grossen Agglomerationen wie Zürich, Bern, Basel und Genf ist zur Hauptverkehrszeit sogar von einer Verdoppelung der Fahrgäste auszugehen.

Hochgeschwindigkeit, vernetzt

Im internationalen Verkehr sind es jährlich rund 8 Mio Passagiere, die in den Bahnhöfen der SBB ankommen oder abreisen. Auch hier besteht ein signifikantes Wachstumspotenzial, weil die Schweiz immer besser an die europäischen Hochgeschwindigkeitsnetze angeschlossen ist. Dadurch rücken die Metropolen näher.

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Jüngstes Beispiel ist der Railjet, der Zürich mit den österreichischen Zentren Innsbruck, Salzburg und Wien verbindet. Bereits etabliert sind die immer öfter verkehrenden TGV nach Frankreich und die ICE-Züge nach Deutschland.

Im Rahmen der Allianz Railteam verbessern die SBB zudem den internationalen Kundenservice wie etwa mit der neuen Lounge für Erstklass-Passagiere in Zürich HB.

Bindeglied zu den Städten

Dieser erfreulichen Gesamtentwicklung trägt SBB Immobilien mit ihrer Portefeuille-Strategie seit Jahren Rechnung. Sie wertet die Bahnhöfe konsequent zu Dienstleistungszentren mit erweiterten Öffnungszeiten auf.

Sie will damit einerseits einen Beitrag zur integrierten Mobilität und zu einem umfassenden Serviceangebot für die Bahnkunden leisten. Andererseits sind sich die SBB der Bedeutung bewusst, die sie mit den Bahnhöfen als Visitenkarte und Bindeglied zu den Städten wahrnehmen. Deshalb treibt SBB Immobilien ebenso die Entwicklung von über 80 Arealen im Umfeld der Bahnhöfe zügig voran.

Ein Musterbeispiel hierfür ist das Projekt SüdPark Basel, wo die SBB seit Anfang Juni letzten Jahres rund 80 Mio Fr. investiert (siehe Kasten). An zahlreichen weiteren Orten sind die Arealentwicklungen in vollem Gang - SBB Immobilien bewirtschaftet in der Schweiz insgesamt 4000 Grundstücke mit 3500 Gebäuden.

Die langjährige Strategie zur konsequenten Weiterentwicklung der Bahnhöfe und der zentral gelegenen Areale wird somit konkret sicht- und erlebbar. Insgesamt lässt SBB Immobilien in den nächsten fünf Jahren über 2 Mrd Fr. in die Bahnhöfe und die strategisch wichtigen Areale mit erstklassiger Verkehrserschliessung fliessen, um diese attraktiver zu gestalten.

Teil des Verkehrskonzepts

Das sind grosse Investitionen, die sich nicht nur wirtschaftlich lohnen. Sie erhöhen symbiotisch die Qualität zum Leben und Arbeiten. Und sie fördern dank der Ansiedelung an gut erschlossenen Lagen die integrierte Mobilität in der Schweiz. Ziel der SBB dabei ist es, mit einer umsichtigen Planung den Städtebau harmonisch mit dem öffentlichen Verkehr zu verbinden.

Damit die Bahnkunden aus der Schweiz und aus aller Welt nicht nur im Zug gut aufgehoben sind, sondern sich auch wohl fühlen, wenn sie am Bahnhof aussteigen und in die Stadt gehen. Daraus resultieren letztlich Mehrwert und Attraktivitätsgewinn für alle: Für die Kunden, für die Städte und für den öffentlichen Verkehr.