Die Zürcher Kantonalbank (ZKB) kaufte 2010 die ins Trudeln geratene Privatinvest Bank AG in Salzburg. Diese ist damit die bisher einzige ZKB-Tochter ausserhalb der Schweiz. Obwohl die Einlagen von Juli 2011 bis Jahresende von 660 auf 600 Millionen gesunken sind, sagte Vorstandssprecher Adrian Kohler in den «Salzburger Nachrichten», «dass wir bis 2014 eine Milliarde Euro an Kundengeldern verwalten wollen».

Kohler distanzierte sich dabei von «Lockvogelangeboten» mit hohen Zinsen für täglich fälliges Geld und betonte den Schwerpunkt der Bank auf Wertpapieren. Um das Ziel bei den Einlagen zu erreichen, habe man auch das Personal von 50 auf 75 Mitarbeiter aufgestockt.

Ausserdem denkt man in dem Haus, das seit Oktober 2011 als Zürcher Kantonalbank Österreich AG firmiert, offenbar auch an Expansion: «Mit der mitgekauften Filiale in Wien haben wir auch die Option, die Fühler bis Osteuropa auszustrecken», sagte Kohler.

Die Auslandstrategie der ZKB ist bekanntlich nicht unumstritten - und hat dem Institut mit Staatsgarantie im Zusammenhang mit der Privatinvest Bank AG bereits grossen Ärger eingebracht. Die Österreicher waren wegen mutmasslicher krimineller Machenschaften in die Schlagzeilen geraten: Insgesamt wurden 65 Mitarbeitende angeklagt - Geldwäscherei, Steuerhinterziehung und Kursmanipulation standen als Anklagepunkte im Raum.

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Durch die Umfirmierung entledigte sich die ZKB der Altlasten und bestätigte bereits im vergangenen Oktober, dass keine Verfahren mehr hängig seien.