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Bericht
Die Zukunft von Toshiba ist offenbar gefährdet

Toshiba: Die Atom-Sparte hat hohe Verluste eingefahren. Keystone

Einer der grössten Industriekonzerne Japans ist wohl von der Pleite bedroht: Laut einem Medienbericht sind die Schulden von Toshiba grösser als das Vermögen. Der Konzern braucht dringend Geld.

Veröffentlicht am 13.02.2017

Der angeschlagene japanische Industriekonzern Toshiba sieht angesichts massiver Verluste im Atomgeschäft einem Medienbericht zufolge seinen eigenen Fortbestand gefährdet. Das Unternehmen wolle am Dienstag im Rahmen der Veröffentlichung der Neunmonatszahlen eine Warnung vor finanziellen Risiken für den Konzern aussprechen, berichtet die Zeitung «Nikkei» am Montag. Die Schulden könnten das Vermögens des Konzerns überschreiten. Bei Toshiba war zunächst niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.

Toshiba braucht dringend Kapital, um finanziell handlungsfähig zu bleiben. Das noch von einem Bilanzskandal aus dem Jahr 2015 geschwächte Traditionsunternehmen ist nach dem Kauf einer US-Firma, die Atomkraftwerke baut, 2016 tiefer in die Krise gerutscht. In diesem Geschäftsbereich laufen Projektkosten aus dem Ruder, was den Mutterkonzern zu drastischen Abschreibungen zwingt. Die Milliardenverluste wegen Problemen in der US-Atomsparte könnten sich Medienberichten zufolge auf umgerechnet knapp sechs Milliarden Euro belaufen.

Chipsparte könnte verkauft werden

Das Unternehmen sieht sich deshalb auch zu Notverkäufen gezwungen. Toshiba prüft derzeit die Veräusserung von Teilen seiner profitablen Chipsparte. Wie der Fernsehsender NHK berichtete, erwägt Toshiba auch den Verkauf von anderen Bereichen, um weitere 2,5 Milliarden Euro zu erlösen. Der Konzern, der fast 190’000 Menschen beschäftigt, bietet neben Computerchips auch Laptops, Industrieanlagen, Aufzüge und Waschmaschinen an.

(reuters/mbü)

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