Die Chefs von Schweizer Konzernen sind 2015 gut gefahren. Wie Berechnungen der «Handelszeitung» zeigen, sind die Löhne der Top-CEO im Mittel um 6,4 Prozent gestiegen. Dies ergibt sich aus den Berichten der 50 börsenkotierten Firmen mit den höchsten Managerlöhnen. 43 dieser Firmen haben bereits die Vergütungen des letzten Geschäftsjahres offengelegt.

Der Zuwachs bei den CEO-Löhnen steht einer Jahresteuerung von minus 1,1 Prozent und einer generellen Lohnsteigerung von 0,7 Prozent unter den Arbeitnehmern in der Schweiz gegenüber. Das Lohnwachstum in der Teppichetage übertrifft auch die Börsenperformance. Wer 2015 in Aktien besagter Unternehmen investierte, erzielte im Schnitt eine Rendite von 3,6 Prozent inklusive Dividenden. Der Gewinn pro Aktie ging in derselben Zeit sogar um durchschnittlich 24 Prozent zurück.

CEO von Richemont verdient am besten

Top-Verdiener des Jahres 2015 war gemäss den vorliegenden Zahlen der CEO von Richemont, Richard Lepeu. Sein Gehalt kam inklusive Boni und Pensionskassenleistungen auf 14,32 Millionen Franken zu liegen. Fast dieselbe Summe verdiente der CEO der UBS, Sergio Ermotti, mit 14,31 Millionen Franken. Die drittgrösste Vergütung ging mit 13,3 Millionen Franken an Roche-Unternehmenschef Severin Schwan. Teile dieser Beträge sind an die Aktienentwicklung in der Zukunft gekoppelt und stehen den Firmenchefs erst in einigen Jahren zur Verfügung.

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