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Technologie
Diese Neuheiten sind von Apple heuer noch zu erwarten

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Tim Cook: Sein Konzern präsentiert in der Regel im September seine grössten Neuheiten.Quelle: Scott Olson / Getty Images

Die grosse Apple-Show im September rückt näher. Bereit jetzt zeichnet sich ab, was der Techkonzern präsentieren wird.

Von Andreas Floemer («Welt»)
am 16.07.2018

Das Jahr lief bei Apple aus Hardware-Sicht verhältnismässig langsam an: Neben einem neuen erschwinglichen iPad mit Stift-Unterstützung ist letztlich nur der Siri-Speaker Homepod in den Handel gekommen. Weder neue Macbooks noch iMacs oder Hardware anderer Art sind angekündigt worden.

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Es zeichnet sich ab, dass Apple in der zweiten Jahreshälfte nachliefern wird. Wir fassen zusammen.

Drei iPhone-Modelle

Seit Monaten manifestieren sich die Gerüchte, dass Apple im September wohl wie 2017 nicht zwei, sondern drei iPhone-Modelle präsentieren wird. Anstelle von 4,7- und 5,5-Zoll-Geräten könnte Apple die Displaydiagonale auf 5,8-, 6,1- und 6,5-Zoll erhöhen.

Der Homebutton mit Touch-ID soll, wie erstmals beim iPhone X, gestrichen und bei allen Modellen auf Face-ID-Gesichtserkennung gesetzt werden. Das 6,1-Zoll-Modell erhält ein LCD-Panel, die beiden anderen Geräte OLED-Displays.

Apples Chefdesigner Jony Ive deutete diesen Trend in einem Interview an: Das iPhone X könne als der Beginn einer neuen Ära verstanden werden. Nutzer müssten das Gerät nicht mehr berühren, um mit ihm zu interagieren. Das Ende von Touch-ID sei ein Teil der Vision.

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Jony Ive: Er ist Chefdesigner von Apple.
Quelle: Brian Ach/Getty

Abgesehen davon munkelt man, dass Apple neue Farben ins Spiel bringen will. Laut dem renommierten und gut vernetzen Analysten Ming-Chi Kuo könnte Apple neue Gerätefarben einführen: Das 6,5-Zoll-Modell soll in Schwarz, Weiss und Gold erscheinen.

Beim 6,1-Zoll-iPhone – mit etwa 700 US-Dollar das günstigste – wird es bunter: Grau, Weiss, Blau, Rot und Orange sind geplant. Es wäre nicht das erste bunte Smartphone aus dem Hause Apple – das war das iPhone 5c von 2013.

Neue iPads mit Face-ID und weniger Rahmen

Das Ende des Homebuttons setzt sich auch beim iPad fort. Erste handfeste Hinweise auf ein iPad mit Face-ID sind bereits in der iOS 12 Beta gesichtet worden. Dass in den nächsten Wochen oder Monaten mit neuen iPads gerechnet werden kann, zeigt sich auch in Dokumenten der Eurasian Economic Commission (EEC), in denen diverse neue Apple-Produkte entdeckt wurden.

Älteren Gerüchten zufolge könnte das Display des neuen iPads durch die Entfernung des Homebuttons näher an den Gehäuserand rücken, wodurch es eine kompaktere Bauweise erhalten würde.

Einen ersten Schritt dahin zeigte Apple schon mit dem iPad Pro 10.5: Hier wurde der Rahmen in erster Linie an den Seiten, nicht aber ober- und unterhalb des Displays verkleinert. Mit dem Aus für den Homebutton beim iPad wird Apple, wie schon beim iPhone X, auf eine Gestensteuerung setzen. Dies hatte das Unternehmen mit iOS 12 schon angekündigt.

Neue Macbook-Pro-Modelle

Die Macbook-Familie hatte zuletzt im Sommer 2017 ein Update erfahren. Entsprechend war es an der Zeit, dass Apple nachlegt. Am Donnerstag hat Apple überraschend die Neuerungen für das MacBook Pro präsentiert. Wie erwartet wurde, hat es eine Frischzellenkur für Prozessor und Speicher gegeben. Ausserdem hat Apple eigene T2 Chips verbaut, die erstmals im iMac Pro eingeführt worden waren. Damit bekommt die Systemsicherung einen Schub. Erstmals ist auch im MacBook Pro «Hey Siri» verb

Für den kleineren Geldbeutel soll Apple die Vorstellung eines neuen Macbook Air vorbereiten. Das neue Notebook war Gerüchten zufolge ursprünglich schon für das zweite Quartal geplant, wurde dann aber auf einen späteren Termin verschoben.

Im Unterschied zu den bisherigen Macbook-Air-Modellen soll das Upgrade ein 13,3-Zoll-Display mit zeitgemässen 2560×1600 Pixeln erhalten. Preislich wird es sich auf Höhe des Macbook Air bewegen, beziehungsweise etwas teurer sein.

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MacBook: Apple dürfte Neuheiten präsentieren.
Quelle: T3 Magazine/Getty

Upgrades für iMac und Mac mini

Ebenso können wir mit Prozessor-Upgrades des iMac und iMac Pro rechnen. Der iMac ist wie die Macbooks zuletzt im Sommer 2017 aktualisiert worden. Möglich wäre zudem ein Co-Pprozessor wie im iMac Pro.

Grössere Design-Optimierungen sind allerdings nicht zu erwarten. Wir gehen davon aus, dass Apple nach dem grossen iPhone-Event im September für Oktober oder November eine weiteres Hardware-Präsentation plant.

Angesichts dessen, dass Apple seit einer Weile eine grössere Marketing-Aktion für seine Macs fährt, können wir hoffen, dass das Unternehmen kleinere oder grössere Überraschungen bereithält. Der neue Mac Pro mit seinem modularen Design wird offiziell erst 2019 gelauncht. Dafür könnte Apple aber noch in diesem Jahr ein würdiges Upgrade seines Mac Mini ankündigen. Dass die Produktreihe noch lebt und wichtig für Apple ist, hatte Tim Cook im Herbst 2017 bestätigt.

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Apple Watch: Apple könnte Neuheiten für die Computeruhr präsentieren.
Quelle: Tomohiro Ohsumi/Getty Images

Letzte Gerüchte sprachen davon, dass der kommende Mac Mini Unterstützung für 8K-Displays erhält. Ausserdem berichtet die gleiche Quelle, dass die High-End-Variante des Mac Mini grösser wird.

Was noch?

Ausser neuen iPhones, iPads und Macs ist mit dem Marktstart der kabellosen Ladestation zu rechnen, die Apple schon im September 2017 zusammen mit iPhone X und 8 vorgestellt hatte. Technische Hürden sollen jedoch die Entwicklung vor unerwartete Herausforderungen gestellt haben.

Zudem können wir ein Upgrade der Apple Watch erwarten. Ob es sich dabei um ein grosses Redesign oder nur um Modellpflege handelt, ist ungewiss.

Dieser Artikel erschien zuerst bei der «Welt» mit dem Titel: «Diese Produkte könnte Apple dieses Jahr noch vorstellen».