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Wertschöpfung
Diese Tech-Riesen wurden von Secondos gegründet

US-Präsident Donald Trump streicht das Bleiberecht für Migrantenkinder. Unklug: US-Einwanderer der ersten und zweiten Generation sind produktive Gründer - ihre Firmen sind 2,7 Billionen Dollar wert.

Karen Merkel
Von Karen Merkel
am 06.09.2017

«Es ist ein trauriger Tag für Amerika.» So kommentierte Facebook-Chef Mark Zuckerberg die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump, das Bleiberecht für 800'000 Einwanderer-Kinder zu kippen. Mit ihm protestierten die Chefs weiterer Tech-Riesen, die diesen Schritt ablehnten. Apple-Chef Tim Cook machte darauf aufmerksam, dass 250 seiner Mitarbeiter zu den abgelehnten Migrantenkindern zählten.

Abgesehen davon, dass die Härte gegenüber Heranwachsenden betroffen macht, ist sie auch ökonomisch unklug. Für einen ehemaligen Präsidenten ungewöhnlich scharf mischte sich Barack Obama in die Debatte ein und hob darauf ab. «Hier geht es um junge Leute, die in Amerika aufgewachsen sind», schrieb er auf Facebook. «Sie hinauszuwerfen, senkt unsere Arbeitslosenquote nicht, mindert nicht die Steuerlast von irgendwem und erhöht auch keine Arbeitslöhne.»

755'000 Mitarbeiter

Im Gegenteil – ein Blick in die legendäre Tech-Szene der USA macht deutlich, wie bedeutsam der Beitrag von Migranten und ihren Kindern wirtschaftlich und gesellschaftlich ist. Ohne Secondos gäbe es kein Apple, kein Oracle und kein Facebook. Auch Einwanderer selbst leisten einen üppigen Beitrag  – das zeigen zum Beispiel Paypal-Pionier Elon Musk und Pierre Omidyar von Ebay.

Diese Unternehmen stellen nur einen Teil der von Migranten gegründeten US-Firmen dar. Sie allein kommen auf eine Marktkapitalisierung von mehr als 2,7 Billionen Dollar. Sie beschäftigen mehr als 755'000 Mitarbeiter. Der Protest von Politikern und Unternehmern ist also mehr als ein entsetzter Aufschrei – er ist sicher auch geleitet von der Sorge um die wirtschaftliche Zukunft der USA.

Sehen Sie oben in der Bildergalerie, welche Unternehmen von Einwandern gegründet wurden.


 

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