2017 kommt die Sharing-Economy auf dem Wasser an, Haushaltsmuffel müssen sich noch weniger um ihre Wäsche kümmern und die Drinks des Sommers werden nicht nur lokaler, sondern auch noch kälter. Das sind die innovativsten Trends im laufenden Jahr:

Online-Wäscheservice

Wäsche waschen wird für einen grösseren Teil der Schweiz leichter: Der Tür-zu-Tür-Wäscheservice Tick expandiert nach Basel und Bern. Konkret: Am 1. März startet die Migros-Tochter nach dem erfolgreichen Launch in Zürich auch in Basel einen Pilot. Für Wäschemuffel ist Tick ideal: Auf der Online-Plattform gibt man das gewünschte Datum an, Tick holt die schmutzige Wäsche ab und bringt sie zum gewünschten Termin gewaschen und gebügelt zurück. Sogar den Geruch der Wäsche kann der Nutzer selbst definieren – ob blumig, sportlich oder ausgewogen.

Der Unterschied zum herkömmlichen Waschservice? «Wir sind sehr effizient und können darum einen günstigen Preis anbieten», sagt David Specker, Business Development Manager bei Tick. «Es gibt keinen in der Schweiz, der annähernd an unsere Preise herankommt.»

Lokaler Gin und Drinks unter dem Gefrierpunkt

Auch Nachtschwärmer setzen zunehmend auf lokale Produkte: Das Zürcher Startup Turicum produziert ihren eigenen Züri-Gin, der oft mit dem Zürcher Tonic «Gents« serviert wird. Entstanden als «Schnapsidee» im Ausgang, wie Mitgründer Oscar Martin sagt, kauften vier Zürcher zunächst eine Destillerie in ihrer Heimatstadt auf und brauen dort seither den ersten Zürcher Gin. Dazu verwenden die vier Jungs zwölf Botanicals, also pflanzliche Extrakte, wovon eine Zutat geheim ist. Für ihren Gin gehen die Gründer Lindenblüten beim Zürcher Lindenhof pflücken, sammeln Tannenzapfen im naheliegenden Wald, oder Hagebutten im Garten eines Mitgründers. 

Weniger lokal, dafür umso kälter geht es bei Schleckdruff diesen Sommer weiter: Das Berliner Startup verkauft seine gefrorenen Longdrinks am Stiel jetzt auch in der Schweiz. Eiskalte Mojito, Moscow Mule oder Strawberry Daiquiri findet man zunächst zwar nur an Festivals wie der Street Parade, an ausgewählten Parties oder in exklusiven Stores. Über den Online-Shop kann aber jeder sich sein Party-Set an Frozen Drinks bestellen – geliefert wird dieses weiterhin aus Berlin.

Boat-Sharing

Am luxuriösesten lässt es sich diesen Sommer wohl mit diesem Trend leben: Boat-Sharing macht das Vergnügen auf dem See für viele zugänglicher. Bei GanzSharing etwa können Mitglieder Boote für einen gewissen Zeitraum ausleihen. 3000 Franken kostet die einmalige Aufnahmegebühr, Mitglieder kaufen danach sogenannte Credits, um die Boote über die Online-Plattform buchen zu können. Gebaut werden die Boote in Zürich Tiefenbrunnen direkt am Zürichsee, wie Sales-Manager Davor Panarese im Video erklärt.

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Ebenfalls auf den Schweizer Markt kommen sollen die «Chilli Islands»: Bei den elektronisch-betriebenen Pedalos muss man nicht mehr selber treten, sondern kann sich aufs Beine hochlegen, Sonnen und Musik hören konzentrieren. Man sei bereits im Gespräch mit Bootvermietern am Zürichsee, sagt Chilli-Island-Gründerin Alexandra Kraft. Die Luxus-Pedalos kommen mit Soundanlage, welche mit dem iPhone verbindbar ist, Champagner-Kühler und verstellbaren Schattenspendern.