Bei den Sommerferien machen viele Schweizer keine Experimente: Griechenland, Mallorca und Ibiza sind Verkaufsrenner bei grossen Reiseanbietern. Die Rangliste sah letztes Jahr ähnlich aus – doch diesen Sommer verreist man zum Budgetpreis.

Gut ein Achtel hat der Euro zum Franken verloren, seit die Nationalbank Mitte Januar den Mindestkurs aufhob. Bei Tui Suisse sind die Preise für Reisen in Euroländer zwischen 9 bis 15 Prozent gesunken, bei Hotelplan Suisse sogar bis zu 20 Prozent.  

Der Franken beweist überall Stärke

Beliebt für Strandferien sind heuer zudem die Türkei, Ägypten oder Kroatien – und dort ist es für Schweizer nun ebenfalls viel günstiger. Das Minus zum Franken seit Januar: Gut ein Fünftel bei der türkischen Lira, knapp 14 Prozent beim ägyptischen Pfund und fast 12 Prozent  bei der kroatischen Kuna. Reiseanbieter bieten zudem teilweise Euro-Rabatt für Reisen in diese Länder – bei Hotelplan Suisse beispielsweise für die Türkei und Ägypten.

Der Währungsvorteil gilt auch für Tunesien: Der tunesische Dinar sank um über ein Drittel zum Franken. Doch nach dem Anschlag von letzter Woche dürften viele Touristen einen Bogen um das Land machen. Ein Grossteil der Kunden bei Kuoni und Hotelplan Suisse buchte ihre Reise um oder stornierte sie gar.

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In Kuba spielt der Dollar-Vorteil

Auch im kühlen Norden locken günstige Preise: Fast 11 Prozent verlor die schwedische Krone zum Franken, die Währung von Nachbarland Norwegen rasselte in ähnlichem Umfang in die Tiefe.

Erschwinglich sind dieses Jahr ebenso weiter entfernte Sommerferien-Klassiker. Beispiel USA: Der Dollar hat seit Januar gut 7 Prozent zum Franken verloren. Dies sind gute Neuigkeiten für Kuba-Reisende, denn dort ist die Währung für Touristen an den Dollar gekoppelt. Wer nach Kanada will, wird an dieser Zahl Freude haben: Fast zwölf Prozent verlor der kanadische Dollar zum Franken.

Gambia ist teurer

Seit Mitte Januar ist also die ganze Welt für Schweizer Ferienreisende billiger geworden - mit drei kleinen Ausnahmen: Russland, die Seychellen und Gambia.