Brady Dougans Zeit bei der Credit Suisse (CS) ist abgelaufen. In ihrer aktuellen Ausgabe berichtet die englische «Financial Times», dass der Geschäftsleiter der CS den Hut nimmt. Mit seinem Abgang endet eine der längsten Regentschaften bei einer internationalen Grossbank – Dougan übernahm die Führung der CS noch vor der Finanzkrise, vor allem 2014 kam er wegen US-Gerichtsfällen gehörig unter Druck.

Als Nachfolger ist laut dem Medienbericht Tidjane Thiam vorgesehen – er leitet die Geschicke des britischen Versicherers Prudential und wurde für seinen Führungsstil gelobt. Er hat eine bewegte Biografie und bisher fast makelloses Image.

Rechtsfälle bereiten noch heute grosse Probleme

Die CS erlebte unter Dougan einige Hochs und Tiefs. Die Grossbank kam im Gegensatz zur UBS relativ heil durch die Krisenjahre, musste sich aber letztes Jahr in den USA gerichtlich als kriminelle Organisation betiteln lassen und leidet bis heute unter den Steuerbetrugs-Fällen, die nach wie vor nicht abgeschlossen sind.

(chb/moh)