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Geldhaus
Dividende: Commerzbank vertröstet Aktionäre

Commerzbank-Hauptsitz in Frankfurt: Die Vorstandsgehälter werden neu geregelt.   Keystone

Die teilverstaatlichte Commerzbank arbeitet sich langsam aus der Problemzone. Dennoch lässt Bankenchef Martin Blessing offen, wann das Geldhaus wieder eine Dividende zahlen wird.

Veröffentlicht am 08.05.2014

Commerzbank-Chef Martin Blessing lässt offen, wann das zweitgrösste deutsche Geldhaus wieder eine Dividende zahlen wird. Noch sei unklar, wie die Bank beim Stresstest der EU-Bankenaufsicht EBA und der Europäischen Zentralbank (EZB) genau abschneiden werde.

«Erst wenn wir da Klarheit haben, können wir auch etwas zur Dividende sagen», sagte Blessing am Donnerstag vor den Aktionären auf der Hauptversammlung. Ein Aktionär des Instituts hat den Antrag gestellt, bereits für 2013 eine symbolische Dividende zu zahlen. Zuletzt hatte die Commerzbank für 2007 eine Ausschüttung geleistet.

Die Commerzbank fühle sich zwar gut gerüstet für den Banken-Check, sagte Blessing. Die Banken stünden aber in diesem Jahr vor grossen Herausforderungen. «Aber eines ist klar: Was auch kommen mag, wir können und werden schnell und flexibel darauf reagieren», betonte der Vorstandschef laut Redetext.

Vergütung des Vorstandes neu regeln

Die Vergütung des Vorstandes will das Geldhaus noch in diesem Jahr neu regeln. «Das System soll einfacher und transparenter werden», kündigte Aufsichtsratschef Klaus-Peter Müller auf der Hauptversammlung an. Nach dem bisherigen System könnten die Manager theoretisch höhere Boni erhalten als ihr Grundgehalt – doch das ist seit Jahresbeginn europaweit untersagt.

Der Aufsichtsrat soll sich mit der Reform im zweiten Halbjahr beschäftigen, wie Müller sagte. Die Commerzbank hatte – anders etwa als die Deutsche Bank – darauf verzichtet, ihre Aktionäre um eine Ausnahmegenehmigung zu bitten, Boni bis zum Doppelten des Grundgehalts zu zahlen. «Wir haben solche Pläne aktuell nicht», sagte eine Sprecherin.

Für das laufende Jahr haben die Commerzbank-Vorstände vorab auf mögliche Boni verzichtet, die über dem Grundgehalt liegen. Dieses liegt bei 750’000 Euro im Jahr, für den Vorstandschef bei 1,3 Millionen Euro. Dazu kamen Bar-Boni von jeweils rund 150’000 Euro. Blessing hatte wegen des mageren Jahresgewinns auf seinen Bonus verzichtet.

(reuters/me/sim)

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