Mehr Fluggäste und eine strenge Kostendisziplin haben den britischen Billigflieger Easyjet zu einem Rekordgewinn getragen. Vor Steuern verdiente der Ryanair-Konkurrent im Ende September abgeschlossenen Geschäftsjahr 478 Millionen Britische Pfund und damit 50 Prozent mehr als vor einem Jahr, wie der Konzern mitteilte. Der Umsatz stieg um knapp 11 Prozent auf 4,26 Milliarden Pfund. Die Erlöse je Flugzeugsitz legten kräftiger zu als die Kosten. Für Kerosin gaben die Briten sogar etwas weniger aus als vor einem Jahr.

Einen so hohen Gewinn hatte Easyjet deswegen schon nach dem starken Frühjahrsgeschäft für möglich gehalten. Profitieren sollen von dem Rekordergebnis auch die Aktionäre: Die reguläre Dividende hebt das Unternehmen um deutlich mehr als die Hälfte auf 33,5 Pence an, dazu kommen wegen der grossen Rücklagen 175 Millionen Pfund Sonderausschüttung, was 44,1 Pence je Anteilsschein entspricht.

Zurückhaltung für 2014

Im neuen Geschäftsjahr will Easyjet seine Kapazität weiter ausbauen und peilt insgesamt 5 Prozent Zuwachs an. Für das laufende erste und das zweite Quartal dämpft das Management jedoch die Erwartungen: So viele London-Besucher wie im Nachgang der Olympischen Spiele von 2012 werde es nun nicht mehr geben, ausserdem dürfte die Lage in Ägypten weiterhin das Geschäft belasten. Dazu werde der Umsatz je Sitzplatz im ersten Halbjahr voraussichtlich um 1,5 Prozentpunkte niedriger ausfallen als im Vorjahr, da Ostern in diesem Jahr in den späten April fällt.

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Zum Handelsauftakt legten die Aktien an der Londoner Börse über 4 Prozent zu und stehen gegen 12 Uhr bei einem Plus von über 6 Prozent. Ein Analyst meinte, der Ausblick komme am Markt gut an. Die Zahlen seien überwiegend wie erwartet ausgefallen.

(awp/vst/aho)