In Singapur ist es zu einer weiteren Verurteilung einer ehemaligen BSI-Bankerin im Zusammenhang mit dem Skandal um den malaysischen Staatsfonds 1MDB gekommen. Die vormalige BSI-Angestellte ist von einem Gericht zu einer Gefängnisstrafe von zwei Wochen und einer Busse von 10'000 Singapur-Dollar (rund 7'100 Franken) verurteilt worden, wie verschiedene lokale Medien sowie Nachrichtenagenturen am Freitag übereinstimmend berichten.

Die Angeklagte habe sich schuldig bekannt, in zwei Fällen Dokumente gefälscht sowie verdächtige Transaktionen nicht gemeldet zu haben, heisst es weiter. Ihr Vorgesetzter war bereits im November zu einer Gefängnisstrafe von 18 Wochen verurteilt worden.

Lizenz entzogen

Die inzwischen von der EFG International übernommene BSI war im Mai dieses Jahres wegen der Geschäfte mit der 1MDB von den Aufsichtsbehörden in der Schweiz und Singapur sanktioniert worden. Die Schweizer Finanzmarktaufsicht Finma wirft der Tessiner Bank BSI schwere Verstösse gegen Sorgfaltspflichten im Zusammenhang mit Geldwäscherei vor. Sie verfügte die vollständige Auflösung der Tessiner Bank innerhalb von zwölf Monaten.

In Singapur hatte die dortige Finanzmarktaufsicht MAS der Vermögensverwaltungsbank die Lizenz erzogen. Mittlerweile ist das Geschäft der BSI Singapur in die EFG International integriert worden.

(awp/ise/mbü)