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Kahlschlag
«Doppelspurigkeiten»: 100 Jobs bei Helvetia weg

Nach der Grossfusion mit Nationale Suisse streicht Helvetia 100 Jobs. Ein «massvoller» Stellenabbau sei «unvermeidlich» gewesen, schreibt die Firma. Ein Sozialplan ist ausgearbeitet.

Veröffentlicht am 05.05.2015

Der Versicherungskonzern Helvetia fusioniert nach dem Vollzug der Übernahme von Nationale Suisse die Schweizer Versicherungseinheiten der Gruppe. Die Rechtseinheiten und die Organisation in der Schweiz werden zusammengeführt. Gleichzeitig sei das integrierte Organisationsmodell für Innen- und Aussendienst in Kraft gesetzt worden, teilt Helvetia am Dienstag mit.

Seit dem 1. Mai 2015 trete man damit im Heimmarkt unter der Marke «Helvetia» und mit einer vereinheitlichten Produktepalette auf. Damit sei die «neue Helvetia» in der Schweiz erfolgreich gestartet.

«Massvoller» Abbau unvermeidlich

Infolge «struktureller Doppelspurigkeiten sei ein massvoller Stellenabbau unvermeidlich», schreibt Helvetia weiter. Bei einem aktuellen Personalbestand von rund 3850 Mitarbeitenden in der Schweiz sei mit rund 70 Kündigungen und 30 vorzeitigen Pensionierungen zu rechnen. Es existiert ein Sozialplan sowie Lohngarantie bis Ende 2015.

Weitere Redundanzen hätten wie erwartet über die natürliche Fluktuation abgebaut werden können. So habe es seit Oktober 2014 per Saldo rund 200 Austritte gegeben, was die Einschätzung bestätige, dass ein Grossteil der mittelfristigen Personalsynergien über die natürliche Fluktuation erreicht werden könne.

Seit Ende April im Handelsregister

Die Fusion von Helvetia und National wurde von der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht Finma bewilligt und per 30. April 2015 im Handelsregister eingetragen. Am 4. Mai wurde zudem die Fusion beim Handelsregisteramt Basel-Stadt zur Eintragung angemeldet.

(awp/ise/gku)

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