Die Verbandslandschaft im Bereich Logistik befindet sich derzeit in Bewegung. Neben den bereits bestehenden Organisationen wie Swissmem, GS1 und der (bisherigen) Interessengemeinschaft Förder- und Lagertechnik (IGFT) ist seit wenigen Wochen ein vierter Verband aktiv. Der Schweizerische Hubstapler-Verband Swiss Lifter welcher derzeit neun Mitglieder umfasst, hat sich laut Verbandsstatuten unter anderem die Wahrung gemeinsamer Interessen und die Behandlung von spezifischen Fragen auf die Fahne geschrieben. Bisher waren die Schweizer Repräsentanten der ausländischen Staplerhersteller in der Interessengemeinschaft Förder- und Lagertechnik als Mitglieder dabei. Im Rahmen der Neuorientierung der IGFT entschlossen sich jedoch verschiedene Repräsentanten aus der Staplerbranche, einen eigenen Verband zu gründen.

Stapler mit eigenem Verband

Swiss Lifter - so der Kurznahme des neuen Verbandes - will die spezifischen Interessen der Staplerhandelsunternehmen stärker in den Vordergrund rücken. Zu den weiteren Zielen gehören neben den Kontakten mit Behörden (insbesondere der Suva) und anderen Organisationen und Verbänden die Geltendmachung der Haltung der Mitgliedsfirmen zu spezifischen Fragen bezüglich Vernehmlassungen oder Stellungnahmen zu Branchenanliegen. Ein besonderes Anliegen ist Swiss Lifter die Instandhaltung und Wartung der im Einsatz stehenden Stapler.

An der diesjährigen Generalversammlung wurde auch die neue IGFT gegründet, die sich fortan als Interessengemeinschaft Intralogistik, Förder- und Lagertechnik um die Belange der gesamten Logistikbranche in der Schweiz kümmern wird. Die neue IGFT will als Verband schweizerischer Unternehmen, die Produkte herstellen und Dienstleistungen im Bereich der Intralogistikbranche erbringen, aktiv werden. Zu den Zielen und Aktivitäten der neuen IGFT gehören unter anderem: Das Networking, d.h. die Pflege des Kontaktes und des Erfahrungsaustausches unter den Mitgliedern, das Veranstalten von Anlässen, Kursen und Besichtigungen, das Vertreten der gemeinsamen wirtschaftlichen, ideellen und technischen Interessen gegenüber Organisationen, Verbänden und Behörden; ferner das Erarbeiten von Empfehlungen, Merkblättern und Verhaltenskodexen sowie von Qualitäts- und Sicherheitsstandards und schliesslich die Koordination, Beratung und Vermittlung von Brancheninformationen für die Mitglieder.

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Vier Fachkommissionen

In insgesamt vier verschiedenen Kommissionen sollen branchenspezifische Fragen und Diskussionspunkte besprochen werden. Die Messekommission beispielsweise hat die Aufgabe, die Entwicklung der nationalen und internationalen Messelandschaft zu verfolgen und Empfehlungen für mögliche Messebeteiligungen zu erarbeiten. Geplant ist auch die Einsitznahme von IGFT-Mitgliedern in Messebeiräten.