Das Aargauer Chemieunternehmen Dottikon ES schreibt im vierten Jahr in Folge rote Zahlen. Wie die von Mehrheitsaktionär Markus Blocher geführte Firma am Freitag mitteilte, resultierte im Geschäftsjahr 2013/14 (per Ende März) ein Reinverlust von 2,6 Millionen Franken.

Das Minus konnte damit gegenüber dem Vorjahresverlust von 7,2 Millionen Franken deutlich verkleinert werden, wie der auf sicherheitskritische Reaktionen spezialisierte Chemie- und Pharmazulieferer am Freitag mitteilte. Den Vorjahresverlust hatte Dottikon ES ursprünglich - vor geänderten Bilanzierungsregeln für Pensionsleistungen (IAS 19) – mit 5,1 Millionen Franken angegeben.

Kerngeschäft läuft besser

Die Ertragssteuern verminderten sich von 3,9 Millionen auf 1,2 Millionen Franken. Umsatz und operativer Gewinn haben sich verbessert: Der Nettoumsatz wuchs um 7 Prozent auf 89,9 Millionen Franken. Im Kerngeschäft mit Pharmaprodukten und bei den Veredelungschemikalien konnte Dottikon ES um rund 9 Prozent zulegen, während die kleine Sparte Recycling und Entsorgung einbüsste.

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Der Betriebsgewinn vor Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) kletterte von 2,9 Millionen auf 10,3 Millionen Franken. Der Personalbestand blieb mit 440 Vollzeitstellen im Jahresdurchschnitt unverändert.

Verwaltungsratspräsident, CEO und Mehrheitsaktionär Markus Blocher will trotz des neuerlichen Reinverlustes Geld ausschütten. Vorgesehen ist eine steuergünstige Nennwertreduktion von 4,90 auf 0,10 Franken pro Namenaktie. Im Vorjahr hatten die Aktionäre des börsenkotierten Unternehmens eine Dividende von 4 Franken pro Aktie erhalten.

Rückkehr in die Gewinnzone

Die flüssigen Mittel seien mit rund 34 Millionen Franken zum Berichtsperiodenende auf einem komfortablen Stand und die Eigenkapitalquote liegt weiterhin bei soliden 88 Prozent, schreibt das Unternehmen. Dottikon ES besitze überdies kein verzinsliches Fremdkapital.

Markus Blocher stellt für das laufende Geschäftsjahr 2014/15 eine weitere Zunahme des Nettoumsatzes in Aussicht. Dazu sollen der Ausbau und die Entwicklung der Projektpipeline sowie einige in den vergangenen Jahren akquirierte und nun weiterentwickelte Projekte beitragen. Dadurch rücke die Rückkehr in die Gewinnzone näher, hiess es.

(sda/me/sim)