Das Aargauer Chemieunternehmen Dottikon ES hat den Umsatz im Geschäftsjahr 2012/13 (per 31. März) um 3,8 Prozent auf 84,1 Millionen Franken gesteigert. Dennoch weitete das Unternehmen den Verlust aus. 

Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) lag um 54,1 Prozent tiefer bei 5,4 Millionen Franken. Der Ebit sank von -2,6 auf -8,8 Millionen Franken. Der Reinverlust betrug 5,1 Millionen Franken im Vergleich zu einem Minus von 0,8 Millionen Franken in der Vorjahresperiode, wie das Unternehmen mitteilte. 

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Der Rückgang sei unter anderem auch auf Basiseffekte zurückzuführen, etwa durch Neubewertungen respektive Wertkorrekturen von Halb- und Fertigfabrikaten im Vorjahr, die sich auf die Jahresresultate 2012/13 negativ auswirkten. Zudem hatte das Unternehmen um 4,1 Millionen Franken höhere Personalkosten zu tragen. Wegen einer höheren Anzahl an Entwicklungs- und Wachstumsprojekten stellte Dottikon ES im vergangenen Jahr 22 neue Mitarbeiter ein. 

Aber auch die erwartete Dynamik der Pharmawachstumsprodukte sei aufgrund des stark erhöhten staatlichen Drucks auf die Medikamentenpreise zur Senkung der Gesundheitskosten abgebremst worden. Dies werde sich auch nicht ändern. Der Pharmamarkt sei aufgrund regulatorischer Eingriffe im Gesundheitswesen in eine Reifephase getreten, schreibt Dottikon ES. Etablierte Segmente würden einem starken Preis- und Margendruck ausgesetzt bleiben. 

Deshalb hält sich der Hersteller von Veredelungschemikalien und Produkten für die chemische und pharmazeutische Industrie mit Prognosen zurück. Das Management erwartet eine Zunahme des Nettoumsatzes im laufenden Geschäftsjahr. Zu den Gewinnerwartungen macht Dottikon ES keine Angaben.

(muv/vst/sda)