Im vergangenen Jahr sind die Saläre der Schweizer Führungskräfte im Durchschnitt noch einmal weniger stark gewachsen als in den Vorjahren. «Die Krise ist spürbar. In den letzten zwei Jahren mussten wir moderatere Salärsteigerungen verzeichnen und insbesondere bei den börsenkotierten Unternehmen konnte man Einbussen feststellen», kommentiert Alexander von Preen, Geschäftsführer der international tätigen Kienbaum Managementberatung, die «Kadersalärstudie 2010». Diese wird in Zusammenarbeit mit der «Handelszeitung» herausgegeben.

Ein durchschnittlicher Geschäftsführer einer Schweizer Firma verdient zurzeit 241000 Fr. Grundsalär. Inklusive der variablen Lohnbestandteile kommt er auf 315000 Fr. Ein Direktor erhält im Schnitt 179000 Fr. beziehungsweise 209000 Fr. inklusive Boni. Ein Abteilungsleiter verdient 137000 Fr. respektive 150000 Fr. insgesamt.

Die variablen Vergütungen sind im letzten Jahr teilweise stark eingebrochen. Bei den absoluten Spitzenverdienern (Top 1%) und den börsenkotierten Firmen ist dieser signifikante Verdiensteinbruch klar ersichtlich. Im Rahmen der Kadersalärstudie werden nicht die obersten Spitzenverdiener abgebildet, sondern die Vergütungslandschaft in ihrer gesamten Breite, also insbesondere auch bei den KMU. Aufgrund der anziehenden Konjunktur rechnet von Preen damit, dass die Saläre wieder stärker ansteigen werden, wenn auch moderater als zu Vorkrisenzeiten.

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