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Ausschüttung
Dougan sieht CS als «stetigen Dividendenzahler»

Brady Dougan: Der Credit-Suisse-Chef blickt zuversichtlich in die Zukunft.   Keystone

Der Chef der Credit Suisse will auch in Zukunft rund die Hälfte des Gewinns an die Aktionäre ausschütten. Auf die kommenden Monate blickt Brady Dougan denn auch zuversichtlich – trotz Baustellen.

Veröffentlicht am 15.02.2015

Brady Dougan, Chef der Credit Suisse, sieht die Bank als «stetigen Dividendenzahler» und will auch in Zukunft ungefähr die Hälfte des Gewinns an die Aktionäre ausschütten. «Wir haben uns in der Vergangenheit als sehr stetiger Dividendenzahler erwiesen. Und wir haben immer gesagt, dass wir ungefähr die Hälfte unseres Gewinns ausschütten, sofern das harte Kernkapital 10 Prozent und die Leverage Ratio 3 Prozent beträgt», sagte Dougan im Interview mit der «Finanz und Wirtschaft». Unter dieser Voraussetzung seien 70 Rappen Dividende je Aktie auch für die Zukunft ein realistischer Wert.

Dougan bestätigte zudem die am vergangenen Donnerstag im Rahmen der Bilanzmedienkonferenz gemachten Aussagen des Managements, wonach die CS genügend Barmittel halte, sollten alle Aktionäre auf die Barauszahlung der Dividende bestehen anstatt die Möglichkeit des Aktienbezugs zu beanspruchen. «Wir gehen jedoch davon aus, dass wie in der Vergangenheit je rund die Hälfte der Aktionäre die Bar- bzw. die Aktiendividende beziehen wird.»

Dougan erwartet Abflüsse von 10 Milliarden Franken 2015

Den Vermögensabschluss im europäischen Geschäft sei schwierig zu erklären, so Dougan mit Blick auf die Entwicklungen in der Vermögensverwaltung. «Setzen sie das Geld für die Regularisierung oder für andere Zwecke ein? Wir gehen jedoch davon aus, dass der Regularisierungsprozess deutscher Gelder vollständig abgeschlossen ist und sich unsere Kunden in Frankreich dem Ende dieses Prozesses nähern.» Als Nächstes stehe nun die Bereinigung in Italien an, so der CEO. «Wir erwarten, dass 2015 weiterhin insgesamt rund 10 Milliarden Franken europäische Vermögen abfliessen werden.»

Kompensieren will die CS diese Abflüsse etwa mit den Vermögenszuflüssen aus Osteuropa oder Asien sowie anderen aufstrebenden Märkten. Dougan sieht die Bank mit dem «umfassenden Angebot» und dem «starken Markennamen» in einer «sehr guten» Lage, um von der Steigerung des Wohlstands rund um den Globus zu profitieren. Derweil rechnet er weder im Zusammenhang mit Manipulationen am Devisenmarkt noch am Zinsmarkt mit grösseren Problemen für die CS. «Am ehesten sehen wir noch Rechtsrisiken bezüglich der Verbriefung amerikanischer Hypotheken. Ich würde aber sagen, dass wir insgesamt eine konservative Geschäftspolitik betreiben und schon immer betrieben haben», so Dougan.

(awp/dbe)

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