Den beiden Schweizer Grossbanken stehen prächtig da. Zumindest trifft das mit Blick aufs private Portemonnaie zu. Sowohl UBS-Konzernchef Sergio Ermotti als auch der Lenker der Credit Suisse konnten ihr Salär im vergangenen Jahr kräftig steigern. Rund ein Viertel mehr verdiente Brady Dougan von der CS 2013 im Vergleich zum Vorjahr. Für Sergio Ermotti gab es ein Lohnplus von knapp 21 Prozent. Mit 10,87 Millionen Franken verdiente er damit sogar noch rund eine Million mehr als sein Amtskollege vom Paradeplatz.

Zwar brachte 2013 auch für Christopher Kirk ein kräftiges Lohnplus: Nach 1,65 Millionen im Jahr zuvor kam der SGS-Chef nun auf knapp 2,6 Millionen Franken. Im Vergleich mit allen SMI-Topmanagern landet der Lenker des Warenprüfkonzerns insgesamt aber nur auf einem der hinteren Plätze.

Von den SMI-Grossverdienern haben die Leiter von UBS und Credit Suisse 2013 die mit Abstand grössten Gehaltssprünge verbucht, wie eine Auswertung von handelszeitung.ch aller veröffentlichten Geschäftsberichte der SMI-Konzerne zeigt. Von den 20 grössten Firmen sind lediglich die Bilanzen von Transocean und Richemont noch nicht erschienen.

Pharmachefs sind Topverdiener

Obwohl die beiden Bankenchefs im vergangenen Jahr rund zwei Millionen Franken mehr verdienten, sind sie aber nicht die absoluten Topverdiener. Noch besser als der Finanzindustrie scheint es den Schweizer Pharmaherstellern zu gehen. So erhielt Roche-Chef Severin Schwan im vergangenen Jahr eine Gesamtvergütung 11,9 Millionen Franken. Mit Sozialversicherungsbeiträgen lag die Entschädigung bei insgesamt bei 13,2 Millionen. Einen Tick mehr erhielt 2013 Jahr Novartis-Geschäftsleiter Joseph Jimenez, nämlich insgesamt rund 13,22 Millionen Franken.

Anzeige

Noch etwas mehr als die beiden Bankenchefs dürfte im vergangenen Jahr auch der Geschäftsführer des Erdölbohrkonzerns Transocean verdient haben. Das Unternehmen veröffentlichte zwar seinen Geschäftsbericht noch nicht. Doch schon 2012 verdiente Steven Newman mit gut 14 Millionen US-Dollar mehr – nach knapp 10 Millionen 2011. Und im vergangenen Jahr machte Transocean nach einem Verlust erstmals wieder Gewinn.

Ein durchschnittlicher SMI-Manager bekommt 6,7 Millionen

Die beiden Pharmachefs von Roche und Novartis verdienten damit beinahe doppelt soviel wie ein durchschnittlicher SMI-Manager. Im Schnitt erhielten die 18 Lenker der Topkonzerne rund 6,7 Millionen Franken, nach 6,51 Millionen im Vorjahr. Das entspricht einem Lohnplus von knapp 2,8 Prozent.