Letzten Sommer trat Brady Dougan als Konzernchef der Credit Suisse zurück. Nun wird bekannt, was der US-Banker nach seinen acht Jahren an der Spitze der Grossbank vor hat: Laut einem Bericht des «Wall Street Journal» will Dougan eine eigene Firma gründen.

Geplant ist offenbar eine so genannte Boutique, welche Konzerne bei der Kapitalbeschaffung unterstützt und selber in Unternehmen investiert. Gemäss der Zeitung sind Dougans Pläne aber noch nicht ausgereift, und der Amerikaner wolle keinen Kommentar abgeben. Der 56-Jährige ist seit seinem Rücktritt bei der Credit Suisse onehin nicht untätig gewesen: Er interessiert sich stark für Biotechnologie und hat in zwei Jungunternehmen aus diesem Sektor investiert, wie das «Wall Street Journal» schreibt.

CS-Aktie auf Tauchgang

Sein Nachfolger bei der Credit Suisse, Tidjane Thiam, steht massiv unter Druck: Der Konzern streicht wegen des schwächelnden Geschäfts tausende Stellen und will in den nächsten Jahren die Kosten um 4,5 Milliarden Franken verringern. Seit dem Stabswechel letzten Sommer ist der Aktienkurs der Grossbank um rund 50 Prozent gesunken.

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(mbü)