Der US-Chemiekonzern Dow Chemical hat die Euro-Schuldenkrise auch im vierten Quartal deutlich zu spüren bekommen. Wie der BASF-Konkurrent mitteilte, lag der Verlust im vierten Quartal bei 61 US-Cent je Aktie oder 716 Millionen US-Dollar.

Vor einem Jahr hatte der Konzern einen Verlust von zwei Cent je Aktie ausgewiesen. Um Sonderposten wie den teuren Konzernumbau bereinigt, blieb der Gewinn im vierten Quartal mit 33 Cent genau einen Cent unter den Erwartungen am Markt. Der Umsatz sank wegen eines kräftigen Rückgangs in Europa und niedrigerer Preise um ein Prozent auf 13,9 Milliarden Dollar.

Der schwächeren Konjunktur will der Konzern früheren Angaben zufolge mit dem Abbau von tausenden Stellen und der Schliessung von zahlreichen Fabriken in den nächsten Jahren begegnen. Damit will der Konzern Milliarden einsparen.

Der US-Rivale DuPont hatte im vierten Quartal des abgelaufenen Geschäftsjahres vor allem wegen einer deutlich geringeren Nachfrage nach Veredelungschemikalien einen Gewinneinbruch erlitten. Aufgrund einer deutlichen Nachfrageabschwächung hatte auch dieser Konzern im Oktober den Abbau von weltweit rund 1.500 Jobs angekündigt. Ende Februar legt der weltgrösste Chemiekonzern BASF die Bilanz für 2012 vor.

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(vst/aho/awp)