Der Solarzulieferer Meyer Burger steht nach neun Monaten deutlich besser da als im Vorjahr. Der Verlust verminderte sich um knapp 100 Millionen auf 40 Millionen Franken. Der Auftragseingang lag 15 Prozent über dem Vorjahresbestand und der Umsatz verdoppelte sich praktisch.

Mit 336,1 Millionen Franken erzielte Meyer Burger einen um 97 Prozent höheren Umsatz als in der Vorjahresperiode, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Beim Betriebsergebnis vor Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) gelang dem seit langen rote Zahlen schreibenden Unternehmen der Turnaround.

Auftragseingang mit Fortschritten

Unter dem Strich blieben 13,9 Millionen Franken. Hier entfalteten sich gemäss Meyer Burger die Massnahmen zur Kostensenkung. Durch die Ende September angekündigten Strukturmassnahmen sollen die jährlichen Kosten um rund 50 Millionen weiter sinken.

Ende September standen Aufträge für 273,6 Millionen Franken in den Büchern. Der Auftragseingang belief sich auf 358,5 Millionen Franken. Das waren 15 Prozent mehr als in den ersten neun Monaten des Vorjahrs.

Zwei wichtige Versammlungen stehen an

Zur anfangs November angekündigten Rekapitalisierung gab Meyer Burger weitere Details bekannt. Die Versammlung der Wandelanleihengläubiger soll demnach am 25. November stattfinden.

Bislang waren die Gläubiger berechtigt, die vorzeitige Rückzahlung der 100 Millionen Franken schweren Anleihe auf September 2018 zu verlangen. Der Verwaltungsrat schlägt ihnen nun vor, auf diese Möglichkeit zu verzichten und im Gegenzug eine höhere Verzinsung sowie einen reduzierten Wandelpreis zu erhalten.

Am 2. Dezember entscheidet eine ausserordentliche Generalversammlung über die Kapitalerhöhung um 160 Millionen Franken entscheiden.

(sda/jfr/hon)

Anzeige