Die Krankenkasse Atupri hat im vergangenen Jahr einen markanten Gewinnrückgang hinnehmen müssen. Das Unternehmensergebnis sackte von 19,3 auf 3,9 Millionen Franken ab. Und dies, obwohl die Prämieneinnahmen um 8 Prozent auf 618,8 Millionen Franken. stiegen.

Hauptgrund für den Gewinnrückgang sei, dass Atupri 13 Millionen Franken mehr in den Risikoausgleich unter den Krankenkassen bezahlt habe als im Vorjahr, sagte Finanzchef Alfred Amrein auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Bis 2011 wurden für den Risikoausgleich nur das Alter und das Geschlecht der Versicherten berücksichtigt.

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Seit vergangenem Jahr werden für den Risikoausgleich auch noch Spital- und Pflegeheimaufenthalte im Vorjahr in die Berechnung einbezogen. Die Neuregelung habe Atupri besonders stark getroffen, sagte Amrein.

Ausbezahlte Leistungen kletterten

Mit dem Risikoausgleich leisten Kassen mit vorwiegend jungen, gesunden Versicherten eine Abgabe, die der Konkurrenz mit mehr kranken Versicherten zu Gute kommt. Damit soll die Jagd der Kassen nach jungen und gesunden Menschen eingedämmt werden.

Zudem schlugen bei Atupri die gestiegen Gesundheitskosten zu Buche. Die ausbezahlten Leistungen kletterten um 9 Prozent auf 537,6 Millionen Franken. Überdies wuchs der Betriebsaufwand um 7 Prozent auf 41,3 Millionen Franken.

Dennoch liege Atupri mit einem Kostensatz von 3,7 Prozent der Prämien in der obligatorischen Krankenversicherung immer noch unter dem Branchendurchschnitt von 5 Prozent, hiess es weiter. Auf der anderen Seite habe Atupri von dem guten Ergebnis der Kapitalanlagen profitiert, deren Rendite bei über 6 Prozent gelegen habe.

(vst/sda)