Harter Schlag für Seattle: Der Standort Everett vor den Toren der Grosstadt im Nordwesten der USA ist vom Jobabbau bei Boeing besonders betroffen. Der US-Flugzeugbauer  streicht in den nächsten Monaten insgesamt zwischen 2000 und 2300 Stellen in der Fertigung der Modelle 787 Dreamliner und 747. Dies gab der Konzern bekannt. 

Begründet wurde die Massnahme unter anderem mit einem geringeren Personalbedarf nach Beendigung der Entwicklungsphasen der zwei Flugzeuge. Beobachter sehen aber auch einen Zusammenhang zu den Problemen bei den beiden Modellen. 

Boeing hatte in den vergangenen Monaten erhebliche Schwierigkeiten mit seinem Prestigeflugzeug Dreamliner. Alle weltweit eingesetzten Dreamliner müssen seit Mitte Januar am Boden bleiben. 

Die amerikanische Flugaufsicht FAA hatte nach einer Pannenserie ein weltweites Flugverbot verhängt, weil die in die Flugzeuge eingebauten Lithium-Ionen-Batterien überhitzen können. Allerdings erwartet Boeing inzwischen eine schnellere Aufhebung des Flugverbots als zunächst angenommen.

Probleme mit den Prestigeflugzeugen

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Auch beim Nachfolger des legendären Jumbo-Jet gibt es Probleme. Die Nachfrage nach Boeing 747-8 ist weitaus schwächer als der Konzern erhoffte.  

Rund 800 Mitarbeitern wird insgesamt gekündigt. Die übrigen Stellen fallen laut Boeing durch ausscheidende Mitarbeiter, Versetzungen und die Nicht-Neubesetzung von Stellen weg.

(se/tno/sda)

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