Die US-Luftfahrtbehörde FAA hat dem US-Flugzeughersteller Boeing Testflüge mit dessen Modell «Dreamliner» genehmigt. Dies sei «ein wichtiger Teil unserer Bemühungen, die Sicherheit der Passagiere sicherzustellen und diesen Flugzeugtyp wieder zu aktivieren», teilte die Behörde mit.

Nach einer Pannenserie im Zusammenhang mit Batterien an Bord der Maschinen hatte die FAA ein Flugverbot für die «Dreamliner» verhängt: Seit Mitte Januar sind alle 50 ausgelieferten Dreamliner am Boden.

Die nun bewilligten Testflüge sollen dazu dienen, Daten über die Batterien und die elektrischen Systeme zu sammeln. Die Flüge dürfen nur in bestimmten Zonen über unbesiedeltem Gebiet stattfinden, wie die FAA weiter mitteilte.

Feuer an Bord wegen defekter Batterien

Die Lithium-Ionen Batterien werden für mehrere Zwischenfälle mit «Dreamlinern» verantwortlich gemacht. Anfang Januar war bei einem Flugzeug nach der Landung in Boston im US-Bundesstaat Massachusetts ein Feuer ausgebrochen. Eine Woche später musste eine weitere Boeing 787 wegen eines Brandes in Japan notlanden.

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Die Nationale Behörde für Transportsicherheit NTSB ist in Zusammenarbeit mit dem Flugzeughersteller, dem japanischen Batteriehersteller GS Yuasa sowie anderen Behörden mit dem Fall beauftragt. Eine Vertreterin der Behörde sagte, möglicherweise sei für die Zukunft im Zusammenhang mit der Zulassung der Batterien ein umfangreicheres Prozedere nötig.

Sollten tatsächlich die Batterien ganz neu zertifiziert werden müssen, wäre das ein herber Schlag für Boeing. Der Prozess dürfte lange dauern. Für die Fluggesellschaften, die den «Dreamliner» derzeit nicht einsetzen können, gehen die Kosten schon jetzt in die Millionen. Boeing droht eine Flut von Schadenersatzklagen.

(tke/aho/sda)