Auf dem Pariser Automobilsalon gab Nissan letzten Monat einen Blick über drei Zeitetappen frei. Die Gegenwart dominiert der Qashqai+2 (in der Schweiz erhältlich seit 18. Oktober); die nahe Zukunft, etwa ab Frühjahr 2009, wird durch den Stadtwagen Pixo geprägt. 2010 steht dann ganz im Zeichen des Elektromobils Nuvu.

+2 bedeutet mehr Platz

Bei der Lancierung des Qashqai als Fünfsitzer – vor zwei Jahren – ging Nissan von einem Anstieg der Nachfrage für kompakte Crossover aus, also für Fahrzeuge, die Designelemente und Platzverhältnisse von Geländewagen und Limousinen geschickt vereinen. Diese Vorhersage ist eingetroffen. Die Japaner entschieden sich demzufolge, mit dem Qasqai+2 ein etwas grösseres Modell mit sieben Sitzen zu bauen.

Damit folgt Nissan einem Trend, der sich in den letzten zwei Jahren herausgebildet hat: Einen kompakten Wagen mit zwei zusätzlichen Sitzen auszustatten, auf denen im urbanen Verkehr zwei Kinder Platz finden. Werden die Sitze nicht benötigt, lassen sie sich umklappen und geben Platz für zusätzliches Gepäck frei. Die mittlere Sitzreihe lässt sich zudem um 10 cm verschieben, was den drei Insassen, wenn ganz hinten niemand sitzt, grössere Beinfreiheit gewährt.

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Der Qashqai+2 ist bis zur A-Säule mit dem fünfsitzigen Pendant identisch, der hintere Teil wurde hingegen leicht modifiziert. Vor allem ist der Qashqai+2 etwas länger (+21cm) und höher (knapp 4 cm) geworden als der Fünfsitzer, um so die Platzbedürfnisse von bis zu sieben Insassen erfüllen zu können. Die äusseren Modifikationen umfassen neue Seitentüren und -fenster, eine geänderte Heckklappe und einen neuen Kühlergrill. Ein 140 cm langes Glas-Panoramadach ergänzt die serienmässige Ausstattung.

Je nach Ausstattungsniveau gehören Automatikfunktionen für Scheinwerfer und Scheibenwischer, eine automatische Verriegelung der Türen nach dem Anfahren, eine Geschwindigkeitsregelanlage, elektrische Fensterheber, Einparksensoren, 17-Zoll-Leichtmetallfelgen sowie der «Intelligente Schlüssel» zur Grundausrüstung. Die Klimaanlage (manuell oder automatisch regelbar) stützt sich auf einen leistungsstärkeren Kompressor, sodass auch die Fondpassagiere bei angenehmen Temperaturen reisen können.

Das Sicherheitspaket ist identisch mit dem des Fünfsitzers: Sechs Airbags (je zwei Front- und Seitenairbags sowie zwei Kopf-, so genannte Curtainbags) sind ebenso wie pyrotechnische Gurtspanner und aktive Kopfstützen Standard. Zu den populären Ausstattungsoptionen zählen eine Lederausstattung und das um eine Rückfahrkamera ergänzte Satellitennavigationssystem. Das 7 Zoll grosse Farbdisplay übernimmt dabei eine Doppelfunktion, indem es nicht nur die Strassenkarte abbildet, sondern auch das Bild der Kamera zeigt.

Der Dieselmotor im Vorsprung

Für den Qashqai+2 sind dieses Jahr gegen 250 Auslieferungen geplant. In einem vollen Verkaufsjahr, erstmals also 2009, rechnet Nissan Schweiz mit 800 Einheiten. Der Basispreis für den Qashqai+2 beträgt 35300 Fr.; allerdings ist diese Version nur mit Frontantrieb lieferbar. Die 2.0-l-Dieselversion mit Allradantrieb kostet in der Basisausführung 48450 Fr. Der Schweizer Importeur rechnet damit, dass sich 60% der Kundschaft für den Dieselmotor entscheiden werden.