Die 3D-Technologie ist derzeit einer der grossen Trends in der Unterhaltungselektronik. Gleich mehrere Anbieter lancieren in diesen Tagen Geräte, die ein räumliches TV-Bild darstellen können. Neben Panasonic und Samsung setzt vor allem Sony auf die neue 3D-Technologie. Ab 3000 Fr. werden in diesen Tagen 3D-fähige Fernsehgeräte verkauft.

Passend dazu werden von Sony 25 Spiele der Fussball-WM in Südafrika in 3D aufgezeichnet und ausgestrahlt. Doch da in der Schweiz noch kein 3D-Signal gesendet wird, schauen Nati-Fans noch in die Röhre. Hier können die Bilder nur in einzelnen Fachgeschäften bestaunt werden. Das lohnt sich durchaus, denn der Effekt ist erstaunlich: Die Bilder erhalten tatsächlich eine räumliche Tiefe. Wer etwa einem Golfer beim Putten zusieht, kann erahnen, wie weit entfernt das Loch und wie schwierig der Schlag ist. Doch entsprechend aufbereitete Inhalte sind noch rar. Erst wenige Blue-Ray-Filme sind erhältlich. So wurde in diesen Tagen der Animationsfilm «Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen» veröffentlicht.

Noch kaum Inhalte verfügbar

Erfreulich ist, dass Blue-Ray-Filme sowohl eine konventionelle als auch eine für den 3D-Genuss optimierte Filmfassung enthalten. Zudem werden auch Spiele für Sony Playstation für die dritte Dimension aufbereitet. Die Tiefenwirkung kann das rasante Tempo der Fahrzeuge bei den bislang verfügbaren Autorennen noch überzeugender vermitteln. Bisher sind es vornehmlich Spiele aus eigenem Haus, doch sollen auch Drittentwickler in Zukunft auf die 3D-Technologie setzen können. Den 3D-Lösungen aller Hersteller ist dabei gemein, dass sie besondere Brillen benötigen, sonst ist vom 3D-Effekt nichts zu sehen. Wer ohne spezielle 3D-Brille auf den Fernseher schaut, sieht das Bild nur unangenehm flimmern.

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Zwei Brillen sind bei den meisten TV-Geräten im Lieferumfang enthalten. Wer mehr 3D-Begeisterte zuhause empfängt, muss sich weitere für rund 200 Fr. kaufen. Dabei trübt vor allem die Brille den Filmgenuss, da ihr Gewicht störend wirkt und sie auch nicht besonders bequem sitzt. Entwarnung gibt es zumindest für Brillenträger: Sie können die 3D-Brille einfach über der normalen Sehhilfe tragen. Die 3D-Technologie wird sich dennoch kaum im grossen Stil durchsetzen und entsprechende Geräte werden eher ein Nischenprodukt bleiben. Denn 3D-Fernsehen eignet sich noch nicht für den Alltagseinsatz, es sind kaum Inhalte verfügbar, die die Anschaffung rechtfertigen. Aber dennoch: Es ist ein beeindruckendes Erlebnis bei besonderen TV-Gelegenheiten.