In der dritten Sparrunde im laufenden Jahr stehen bei der Vermögensverwaltungsbank Julius Bär nun Stellenstreichungen an. Während bei Julius Bär ein grosser Teil der Kosten in Franken anfällt, kommen die Erträge vor allem in Fremdwährungen ins Haus. Bei der Bank sind im ersten Halbjahr die Kosten gemessen am Ertrag gestiegen.

Zudem musste Julius Bär den deutschen Behörden 50 Millionen Euro bezahlen, um Probleme mit Steuerflüchtlingen zu beseitigen.

Wie stark die Kosten sinken sollen und wie viele der weltweit 3500 Stellen betroffen sein werden, teilt die Bank nicht mit. Schätzungen der «Neuen Zürcher Zeitung», wonach es rund 150 Stellen treffe, bestätigte Sprecher Jan Vonder Muehll nicht.

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Es sei jedoch möglich, dass diese Zahl zutreffe, sagte er der Nachrichtenagentur sda. Gegen Jahresende wisse man mehr. Den Abbau will Julius Bär vor allem über natürliche Abgänge vollziehen.

Laut Vonder Muehll sind alle Bereiche der Gruppe in sämtlichen Ländern, in denen Julius Bär tätig ist, betroffen. Die Vermögensverwalterin ist neben der Schweiz vor allem in den asiatischen Wachstumsländern sowie in Zentral- und Osteuropa tätig.

In der zweiten Jahreshälfte würden zudem wie jedes Jahr die Leistungsziele der Mitarbeiter überprüft, sagte Vonder Muehll. Dies werde dazu führen, dass sich die Bank von einigen Mitarbeitern trenne, wodurch neue Stellen offen würden.

(laf/tno/sda)