Die Schweizer Einkaufszentren stehen vor schwierigen Zeiten. Zu diesem Schluss kommt der Shopping-Center-Marktreport 2014, den das Zürcher Beratungsunternehmen Stoffelzurich am Dienstag herausgab. Die Nachfrage nach Verkaufsflächen werde in den nächsten Jahren sinken. Wegen Leerständen und Ausfällen bei den Mieterträgen sei mit Umnutzungen und sogar mit Schliessungen einiger Standorte zu rechnen.

Grund für den Umsatzeinbruch ist vor allem der Online-Handel. Kunden würden vermehrt via Internet einkaufen, was den Konsumtempeln offenbar stark zusetzt. Die Studie erwartet, dass der Online-Handel noch in diesem Jahrzehnt den Gesamtumsatz aller Schweizer Einkaufzentren von rund 16 Milliarden Schweizer Franken überflügeln wird.

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Harter Verdrängungswettbewerb

Zudem sei der Markt mit über 170 Einkaufzentren gesättigt, so die Studie. Pro 1'000 Einwohner gebe es heute 310 Quadratmeter Verkaufsfläche. Vor allem ältere Zentren spürten den harten Verdrängungswettbewerb. Laut der Studie leiden jedoch nicht alle Einkaufszentren unter dem Abwärtstrend. So hätten Einrichtungen an grossen Bahnhöfen sowie grosse und neue Center mit einer Fläche ab 40'000 Quadratmetern gute Perspektiven.

(awp/dbe/se)