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E-Books, Krise, Amazon: Riesiger US-Buchhändler macht dicht

Borders, hier in Boston: Schon am Freitag könnte der Ausverkauf beginnen (Bild: Keystone)

Mit Borders schliesst die zweitgrösste Buchhandelskette der USA ihre Pforten - und setzt rund 10'700 Mitarbeiter auf die Strasse. Gründe sind Wirtschaftskrise und elektronische Konkurrenz. Auch die Nu

Veröffentlicht am 19.07.2011

Die Suche nach einem rettenden Käufer für die zweitgrösste Buchhandelskette der USA ist gescheitert: Borders macht nun endgültig dicht und damit verlieren voraussichtlich 10'700 Menschen ihren Job.

Schon am Freitag könnte der Ausverkauf der verbliebenen 399 Läden beginnen; bis Ende September soll von Borders dann nichts mehr übrig sein. Ein Insolvenzrichter muss dem Plan aber noch zustimmen.

«Nachdem sich alle Seiten derart angestrengt haben, stimmt uns diese Entwicklung traurig», sagte Firmenchef Mike Edwards am Firmensitz in Ann Arbor im Bundesstaat Michigan. Bis zuletzt hatte das Unternehmen, das im Februar in die Insolvenz geschlittert war, mit einem möglichen Käufer verhandelt - letztlich erfolglos.

Nun sollen spezialisierte Firmen die Abwicklung übernehmen und alles Wertvolle zu Geld machen, um die Gläubiger zu bezahlen.

Auch Barnes & Noble sucht einen Käufer

Borders hatte bereits Hunderte Filialen dichtgemacht, was Tausende Menschen in die Arbeitslosigkeit getrieben hatte. Doch das Sparprogramm und ein Notkredit brachten am Ende nicht die erhoffte Rettung. Der Umsatz von Borders war deutlich geschrumpft und die Kette hatte tiefrote Zahlen geschrieben.

Borders liedet darunter, dass die Kunden seit der Wirtschaftskrise an Büchern sparen oder lieber im Versand bei Amazon kaufen. Auch der in den USA weit fortgeschrittene Siegeszug der elektronischen Bücher macht Borders zu schaffen. Die Lesegeräte gehen inzwischen zu Preisen von unter 100 US-Dollar über die Theke. Auch Apples erfolgreicher Tablet-Computer iPad wird von vielen Menschen zum Bücherlesen genutzt.

Die grösste US-Buchhandelskette Barnes & Noble schwächelt ebenfalls und sucht vorsorglich nach einem Käufer. Mittlerweile liegt auch ein Angebot vor. Eine Pleite von Barnes & Noble hätte noch drastischere Auswirkungen: Zum Unternehmen gehören 700 reguläre Filialen plus mehr als 600 sogenannte College Bookstores, die auf Studenten ausgerichtet sind.

(tno/laf/awp/sda)

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